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Produktionsstand · Version 1.0

Lehrerplattform Südasien

Arbeitsfähige Grundplattform für Semestersteuerung, Unterrichtsvorbereitung, Materialverwaltung und rechtssichere Quellenpflege. Alle persönlichen Arbeitsdaten bleiben im Browser und können als Sicherungsdatei exportiert werden.

Schuljahr 2026/275 UStd./WocheCloudflare Pageskeine Schülerdaten
0/18Unterrichtswochen abgeschlossen
0 %Durchführungsstand
0eigene Materialeinträge
2Einheiten konkretisiert

Nächster Arbeitsschritt

Status der ersten Unterrichtswoche festlegen.

Projektstatus

0.6 Arbeitssteuerung0.7 Semesterarchitektur0.8 Materialpool0.9 Datensicherung/PWA1.0 konsolidiert

Offene Qualitätsprüfungen

Makroplanung

Die ursprüngliche Semesterplanung bleibt vollständig erhalten.

0 % erledigt
W 1
13.–14.08.
Südasien als Raumkonstruktion
Auftakt & Diagnose
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Vorwissen, Raumabgrenzung und Leitfrage klären; Diagnose zu Karten- und Materialkompetenz.
Doppelstunde B · 90 Min.Mental Maps vergleichen; Staaten, Großräume und Nachbarschaften lokalisieren.
Einzelstunde · 45 Min.Kursorganisation, Kompetenzraster und individuelles Lernziel.

Kompetenzschwerpunkt: Raumwahrnehmung reflektieren; topografisch orientieren.

W 2
17.–21.08.
Tektonik, Relief und Großlandschaften
Naturraum
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Kollision Indische–Eurasische Platte; Himalaya, Indus-Ganges-Tiefland, Dekkan.
Doppelstunde B · 90 Min.Profil- und Kartenanalyse; Naturraumpotenziale und -risiken ableiten.
Einzelstunde · 45 Min.45-Min.-Transfer: Hochgebirge als Wasser- und Risikoraum.

Kompetenzschwerpunkt: Karten auswerten; Prozesse erklären; Maßstabsebenen verknüpfen.

W 3
24.–28.08.
Monsun als Lebensgrundlage und Risiko
Naturraum
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Thermischer Monsun, ITCZ, Reliefwirkung, räumlich-zeitliche Variabilität.
Doppelstunde B · 90 Min.Klimadiagramme und Niederschlagskarten analysieren; Monsunmodell erstellen.
Einzelstunde · 45 Min.Extremjahr-Fallanalyse: Dürre oder Hochwasser.

Kompetenzschwerpunkt: Modelle nutzen und begrenzen; Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge darstellen.

W 4
31.08.–04.09.
Klimawandel und Vulnerabilität
Naturraum & Bevölkerung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Gletscherrückgang, Hitzewellen, Meeresspiegelanstieg und Delta-Risiken.
Doppelstunde B · 90 Min.Fallvergleich Bangladesch–Nepal; Vulnerabilitätskonzept anwenden.
Einzelstunde · 45 Min.Adaptationsmaßnahmen kriteriengeleitet bewerten.

Kompetenzschwerpunkt: Vulnerabilität analysieren; Strategien multiperspektivisch beurteilen.

W 5
07.–11.09.
Demografische Dynamik und kulturelle Vielfalt
Bevölkerung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Bevölkerungsverteilung, demografischer Übergang, Migration, Religionen, Sprachen und soziale Differenzierung.
Doppelstunde B · 90 Min.Bevölkerungspyramiden und Indikatoren im Staatenvergleich.
Einzelstunde · 45 Min.Kontroverse: demografische Dividende oder Belastung?

Kompetenzschwerpunkt: Statistiken auswerten; Disparitäten erklären; Urteile begründen.

W 6
14.–18.09.
Agrarräume zwischen Subsistenz und Markt
Landwirtschaft
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Monsunabhängigkeit, Reisanbau, Weizenräume, Plantagen, Betriebs- und Besitzstrukturen.
Doppelstunde B · 90 Min.Agrarkarten analysieren; Produktionssysteme vergleichen.
Einzelstunde · 45 Min.Mystery: Warum bleibt ländliche Armut trotz Ertragssteigerung bestehen?

Kompetenzschwerpunkt: Strukturen vergleichen; Entwicklungsperspektiven im ländlichen Raum erklären.

W 7
21.–25.09.
Grüne Revolution – Erfolg mit Folgekosten?
Landwirtschaft
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Ertragssteigerung, Inputs, regionale Gewinner/Verlierer, Boden- und Grundwasserprobleme.
Doppelstunde B · 90 Min.Materialgestützte Raumanalyse Punjab; Wirkungsgefüge erstellen.
Einzelstunde · 45 Min.Urteil: Beitrag zur Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit.

Kompetenzschwerpunkt: Agrarische Tragfähigkeit beurteilen; Wirkungsgefüge kommunizieren.

W 8
28.09.–02.10.
Wasser als Ressource und Konfliktfeld
Wasser
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Bewässerung, Grundwasser, Staudämme; Nutzungskonkurrenz Stadt–Land–Industrie.
Doppelstunde B · 90 Min.Wasserfußabdruck und sektorale Nutzung; Konfliktanalyse.
Einzelstunde · 45 Min.Rollenkarten: lokaler Aushandlungsprozess.

Kompetenzschwerpunkt: Ressourcenkonflikte analysieren; Interessen und Werte abwägen.

W 9
05.–09.10.
Grenzüberschreitende Flusssysteme
Wasser
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Indus-, Ganges- und Brahmaputra-System; Ober-/Unterlieger, Verträge, Kooperation.
Doppelstunde B · 90 Min.Planspiel zu einem transnationalen Wasserkonflikt.
Einzelstunde · 45 Min.Reflexion des Planspiels und Sicherung eines Kriterienrasters.

Kompetenzschwerpunkt: Mehrperspektivisch argumentieren; Lösungsvorschläge bewerten.

W 10
12.–16.10.
Unterrichtsfrei
Herbstferien
Ferien
Doppelstunde A · 90 Min.Herbstferien Niedersachsen.
Doppelstunde B · 90 Min.Optional: freiwilliger Medien-/Pressespiegel Südasien.
Einzelstunde · 45 Min.Keine reguläre Unterrichtszeit.

Kompetenzschwerpunkt:

W 11
19.–23.10.
Unterrichtsfrei
Herbstferien
Ferien
Doppelstunde A · 90 Min.Herbstferien Niedersachsen.
Doppelstunde B · 90 Min.Optional: Klausurvorbereitungsmaterial digital bereitstellen.
Einzelstunde · 45 Min.Keine reguläre Unterrichtszeit.

Kompetenzschwerpunkt:

W 12
26.–30.10.
Entwicklung messen – Disparitäten erklären
Wirtschaft & Entwicklung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.BIP/BNE, HDI, MPI, Gender-Indikatoren; Grenzen von Entwicklungsindikatoren.
Doppelstunde B · 90 Min.Indien, Bangladesch, Pakistan, Nepal, Bhutan und Sri Lanka vergleichen.
Einzelstunde · 45 Min.Eigener gewichteter Entwicklungsindex mit Begründung.

Kompetenzschwerpunkt: Indikatoren kritisch beurteilen; räumliche Disparitäten darstellen.

W 13
02.–06.11.
Indiens Wirtschaft zwischen Tradition und Moderne
Wirtschaft
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Informeller Sektor, Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen; Liberalisierung seit 1991.
Doppelstunde B · 90 Min.Sektoraler und räumlicher Strukturwandel; Gewinner und Verlierer.
Einzelstunde · 45 Min.SWOT-Analyse des Wirtschaftsstandorts Indien.

Kompetenzschwerpunkt: Strukturwandel erklären; Standortfaktoren und Weltmarktstellung beurteilen.

W 14
09.–13.11.
Südasien in globalen Wertschöpfungsketten
Globalisierung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.IT/BPO in Bengaluru, Textilindustrie in Bangladesch, Pharmaindustrie und Outsourcing.
Doppelstunde B · 90 Min.Wertschöpfungsketten kartieren; Arbeits- und Umweltstandards analysieren.
Einzelstunde · 45 Min.Konsumentenperspektive: Handlungsmöglichkeiten und Grenzen.

Kompetenzschwerpunkt: Globale Verflechtungen analysieren; nachhaltiges Verbraucherverhalten bewerten.

W 15
16.–20.11.
Materialgebundene Problemerörterung
Klausur & Sicherung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Klausur zu Naturraum/Landwirtschaft/Wasser oder Wirtschaft/Entwicklung.
Doppelstunde B · 90 Min.Je nach Klausurdauer: Schreibtermin oder vertiefende Methodenschulung.
Einzelstunde · 45 Min.Auswertung typischer Operatoren und individuelle Rückmeldung.

Kompetenzschwerpunkt: AFB I–III verknüpfen; materialgestützt urteilen.

W 16
23.–27.11.
Urbanisierung und Metropolisierung
Stadt
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Verstädterung, Migration, Megastädte, Global-City-Funktionen; Delhi, Mumbai, Dhaka oder Karachi.
Doppelstunde B · 90 Min.Stadtwachstum mit Karten/Satellitenbildern rekonstruieren.
Einzelstunde · 45 Min.Push-Pull-Modelle kritisch prüfen.

Kompetenzschwerpunkt: Stadtprozesse erklären; Bild- und Kartendaten auswerten.

W 17
30.11.–04.12.
Fragmentierte Metropole
Stadt
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Informelle Siedlungen, gated communities, Segregation, Bodenmarkt und Governance.
Doppelstunde B · 90 Min.Stadtteilvergleich Mumbai/Dhaka; Fragmentierungsmodell anwenden.
Einzelstunde · 45 Min.Perspektivwechsel: Alltag und Teilhabe verschiedener Akteure.

Kompetenzschwerpunkt: Sozialräumliche Disparitäten analysieren; Raumkonstruktionen reflektieren.

W 18
07.–11.12.
Nachhaltige Stadtentwicklung
Stadt
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Wohnen, Verkehr, Wasser, Abfall, Hitze; Smart City versus inklusive Stadt.
Doppelstunde B · 90 Min.Gruppen entwickeln ein integriertes Maßnahmenpaket für eine Fallstadt.
Einzelstunde · 45 Min.Pitch mit Kriterienfeedback: wirksam, gerecht, finanzierbar, nachhaltig.

Kompetenzschwerpunkt: Stadtentwicklungskonzepte entwerfen und kriteriengeleitet bewerten.

W 19
14.–18.12.
Südasien 2040 – Zukunftsszenarien
Synthese
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Die vier Themenkomplexe in einem systemischen Gesamtmodell vernetzen.
Doppelstunde B · 90 Min.Szenariowerkstatt: Trend-, Krisen- und Nachhaltigkeitsszenario.
Einzelstunde · 45 Min.Abschlusskolloquium / Lernlandkarte / Klausurnachbereitung.

Kompetenzschwerpunkt: Systemisch denken; Zukunftsentscheidungen raumverantwortlich beurteilen.

W 20
21.–22.12.
Flexible Kurzphase vor den Ferien
Puffer & Abschluss
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Nachholen, Präsentationen abschließen, individuelle Lernberatung.
Doppelstunde B · 90 Min.Bei passendem Stundenplan: Transfer auf ein unbekanntes südasiatisches Raumbeispiel.
Einzelstunde · 45 Min.Semesterfeedback und Ausblick.

Kompetenzschwerpunkt: Metakognition und Transfer.

Curriculare Vernetzung

ThemenkomplexRaummodul SüdasienFachmoduleLeitende RaumbeispieleProdukte / Methoden
Naturraum & BevölkerungNaturräumliche Herausforderungen; kulturelle Vielfalt und demografische EntwicklungenFM 1: raumprägende Faktoren und ProzesseHimalaya, Ganges-Brahmaputra-Delta, Indien/Bangladesch/NepalKlimadiagramm, Profil, Vulnerabilitätsanalyse, Bevölkerungspyramide
Landwirtschaft & WasserEntwicklungsperspektiven im ländlichen RaumFM 1 und FM 3: Ressourcennutzung, Tragfähigkeit, ErnährungssicherungPunjab, Indusbecken, Ganges/BrahmaputraWirkungsgefüge, Mystery, Wasserfußabdruck, Planspiel
Wirtschaft & EntwicklungRolle in der Globalisierung; Indiens Wirtschaft zwischen Tradition und ModerneFM 2 und FM 3: Bedeutungswandel, Disparitäten, EntwicklungsperspektivenBengaluru, Dhaka, Gujarat/MumbaiIndikatorenvergleich, Wertschöpfungskette, SWOT, Problemerörterung
Stadt & MetropolisierungMetropolisierung und Fragmentierung in StädtenFM 4: Siedlungsentwicklung und nachhaltige StadtentwicklungDelhi, Mumbai, Dhaka oder KarachiSatellitenbildanalyse, Stadtmodell, Akteursanalyse, Zukunftspitch

Didaktische Leitlinien für den LK

Erhöhtes Anforderungsniveau

Vertiefung durch komplexe Materialarrangements, konkurrierende Erklärungsansätze, zunehmende Selbstständigkeit, Methodenreflexion und explizite Bewertung von Unsicherheiten.

Spiralcurriculare Operatorenschulung

Beschreiben und darstellen → analysieren und erklären → beurteilen, bewerten und erörtern. Jede Phase enthält mindestens eine materialgebundene Aufgabe mit transparentem Erwartungshorizont.

Differenzierung

Hilfekarten, gestufte Datensätze und Strukturhilfen auf der einen Seite; offene Recherche, Modellkritik und zusätzliche Maßstabsebenen auf der anderen.

Aktualitätsbezug

Kurze Pressespiegel zu Monsunereignissen, Wirtschafts- und Stadtentwicklungen können in die 45-Minuten-Stunden integriert werden, ohne die Grundstruktur zu verändern.

Module

Die vier verbindlichen Themenkomplexe bleiben die oberste inhaltliche Ordnung. Die konkrete Reihenfolge innerhalb der Module wird nach curricularer Logik und Kursbedarf entschieden, nicht nach einem Verlagsschema.

M1
Naturraum und Bevölkerung
Raumkonstruktion, Großlandschaften, Monsun, Risiken, Klima, Demografie, gesellschaftliche Strukturen
2 Einheiten vorhanden
M2
Landwirtschaft und Wasser
Agrarstrukturen, Produktionssysteme, Grüne Revolution, Bewässerung, Nutzungskonflikte
Struktur angelegt
M3
Wirtschaft und Entwicklung
Entwicklungsindikatoren, Transformation, Weltmarktintegration, Arbeit, Migration, Disparitäten
Struktur angelegt
M4
Stadt und Metropolisierung
Urbanisierung, Binnenmigration, Fragmentierung, Infrastruktur, Governance, Zukunftsstrategien
Struktur angelegt

Querschnittsthemen

Diese Perspektiven verbinden die Module und werden später über Schlagworte mit Materialien und Unterrichtseinheiten verknüpft.

Vulnerabilität und Resilienz

Naturgefahren, Klimawandel, Armut, Infrastruktur, Anpassungsfähigkeit und Risikogovernance.

Transformation

Agrarischer, demografischer, wirtschaftlicher und urbaner Wandel sowie politische Steuerung.

Disparitäten und Teilhabe

Räumliche, soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten; Zugang zu Ressourcen und Chancen.

Maßstabsebenen

Lokal – regional – national – grenzüberschreitend – global. Jede Fallstudie soll mindestens zwei Ebenen verbinden.

Nachhaltigkeitsbewertung

Ökologische Tragfähigkeit, wirtschaftliche Wirksamkeit, soziale Gerechtigkeit und politische Umsetzbarkeit.

Ausgearbeitete Unterrichtseinheiten

Die Ausarbeitung folgt dem Stundenrhythmus 90 + 90 + 45 Minuten. Jede Einheit kann unabhängig gedruckt werden.

Woche 1 · Auftakt

Südasien als Raumkonstruktion

Leitfrage: Was macht Südasien zu einem Raum – und wer entscheidet über seine Grenzen?

Zeit
Je nach tatsächlicher Stundenlage in der kurzen Auftaktwoche: Kernbaustein 90 Minuten, Erweiterung bis 225 Minuten.
Lernziele
Die Lernenden lokalisieren Staaten und Großräume Südasiens, vergleichen unterschiedliche Raumabgrenzungen und erläutern, dass Regionen durch physische, kulturelle, politische und funktionale Kriterien konstruiert werden.
Einstieg
Individuelle Mental Map: „Zeichne Südasien aus dem Gedächtnis und notiere drei spontane Assoziationen.“ Anschließend stummer Galeriegang.
Erarbeitung I
Vergleich dreier Abgrenzungslogiken: physisch-geografisch (Himalaya/Indischer Ozean), politisch-institutionell (SAARC) und kulturhistorisch (indischer Subkontinent).
Erarbeitung II
Gruppen erstellen eine Kriterienmatrix und entscheiden begründet, welche Staaten in eine Arbeitsdefinition des Kursraums aufgenommen werden.
Sicherung
Gemeinsame Arbeitsdefinition; Einführung der Semesterleitfrage und eines fortlaufenden Concept Maps.
Diagnose
Kurztest zu Topografie, Kartenlesen und Operatoren. Nicht benoten; Ergebnisse nur zur Planung der Hilfen nutzen.
Hausaufgabe
Eine aktuelle Meldung aus einem südasiatischen Staat auswählen und in 100 Wörtern begründen, welchem Themenkomplex sie zugeordnet werden kann.

Didaktische Hinweise

Die Einheit verhindert, dass „Südasien“ als selbstverständlich gegebener Containerraum behandelt wird. Zugleich diagnostiziert sie Vorwissen, Raumvorstellungen und fachsprachliche Sicherheit. Die Mental Maps dürfen nicht personenbezogen veröffentlicht werden.

Arbeitsblatt 1: Wo beginnt und endet Südasien?

Name: __________________________ Datum: ____________

1. Mental Map (10 Min.)Skizziere Südasien ohne Atlas. Trage Staaten, Meere, Gebirge und Flüsse ein, soweit du sie kennst. Markiere anschließend mit einer gestrichelten Linie deine vermutete Außengrenze.
2. Kriterien prüfen (20 Min.)Ordne jedem Kriterium mögliche Grenzfälle zu: Relief und Entwässerung; gemeinsame Geschichte; Religion und Sprachen; wirtschaftliche Verflechtung; Mitgliedschaft in regionalen Organisationen.
3. Raumdefinition (25 Min.)Formuliere in der Gruppe eine Arbeitsdefinition von Südasien. Sie muss mindestens drei Kriterien enthalten und zwei strittige Fälle benennen.
4. Reflexion (15 Min.)Beurteile die Aussage: „Regionen werden nicht nur entdeckt, sondern auch gemacht.“
5. Lernstandsdiagnosea) Nenne fünf Staaten Südasiens. b) Beschreibe die Lage des Himalaya. c) Unterscheide Beschreiben und Erklären. d) Nenne eine mögliche Mensch-Umwelt-Wechselwirkung.
Aufgabe 2: Erwartet werden physisch-geografische, politische, historische und funktionale Kriterien sowie die Einsicht, dass Afghanistan, Myanmar oder Inselräume je nach Definition unterschiedlich eingeordnet werden können.
Aufgabe 3: Eine tragfähige Definition nennt Kriterien, räumt Mehrdeutigkeit ein und begründet Grenzentscheidungen. Reine Staatennennung genügt nicht.
Aufgabe 4: AFB III: Kriteriengeleitete Stellungnahme mit Raumbegriff, Beispielen und reflektiertem Urteil. Kerngedanke: Abgrenzungen beruhen auf Interessen, Maßstab und Fragestellung.
Diagnose: Dient der Planung von Kartenhilfen, Operatorentraining und Differenzierung; keine Speicherung personenbezogener Ergebnisse auf der Plattform.
Woche 2 · Naturraum

Tektonik, Relief und Großlandschaften

Leitfrage: Wie prägt die Kollision von Erdplatten Naturgefahren, Ressourcen und Lebensräume Südasiens?

DS A · 90
Plattentektonische Genese: Einstieg mit Reliefprofil; Rekonstruktion der Kollision der Indischen mit der Eurasischen Platte; Entwicklung eines Ursache-Wirkungs-Schemas zu Hebung, Erdbeben, Erosion und Sedimentation.
DS B · 90
Großlandschaften und Nutzung: Himalaya, Indus-Ganges-Tiefland, Dekkan und Küstenräume in arbeitsteiliger Kartenanalyse. Gruppen erklären Potenziale und Risiken für Siedlung, Landwirtschaft, Verkehr und Energie.
ES · 45
Transfer: Materialgestützte Kurzaufgabe: Warum ist das Tiefland zugleich Gunstraum und Risikoraum? Peer-Feedback anhand eines Operatorenrasters.
Kompetenzen
Geofaktoren vernetzen; Profil, thematische Karte und Satellitenbild auswerten; Kausalzusammenhänge erklären; Maßstabsebenen unterscheiden.
Differenzierung
Hilfekarte mit vorgegebenen Pfeilen für das Wirkungsgefüge; Vertiefung durch Isostasie, tektonische Aktivität und Bedeutung des Sedimenttransports.
Produkt
Kommentiertes West-Ost- bzw. Nord-Süd-Profil und ein systemisches Wirkungsgefüge.

Benötigte Materialien

  • stumme Reliefkarte Südasiens (selbst erstellt auf Basis von Natural Earth)
  • vereinfachtes Plattengrenzen-Schema
  • vier Raumkarten bzw. Datensätze für Gruppen
  • Operatorenkarte „beschreiben – erklären – beurteilen“

Arbeitsblatt 2: Vom Himalaya zum Indischen Ozean

Name: __________________________ Datum: ____________

Material A – ModellbeschreibungDie Indische Platte bewegt sich nach Norden und kollidiert mit der Eurasischen Platte. Krustenteile werden verkürzt, überschoben und gehoben. Flüsse transportieren große Sedimentmengen in die vorgelagerten Becken.
1. Beschreiben (AFB I)Beschreibe die räumliche Abfolge der Großlandschaften von Norden nach Süden.
2. Erklären (AFB II)Erkläre mithilfe eines Wirkungsschemas die Entstehung von Himalaya und Indus-Ganges-Tiefland.
3. Analysieren (AFB II)Analysiere für eine Großlandschaft zwei Nutzungspotenziale und zwei naturräumliche Risiken.
4. Beurteilen (AFB III)Beurteile die Aussage: „Das Indus-Ganges-Tiefland ist der wichtigste Gunstraum Südasiens.“ Lege vorher drei Kriterien fest.
5. TransferErkläre, weshalb ein Erdbeben im Hochgebirge auch weit entfernte Tieflandräume indirekt beeinflussen kann.
Aufgabe 1: Hochgebirge – Vorland/Terai – Indus-Ganges-Brahmaputra-Tiefland – Hochland von Dekkan – Küstenebenen; lagegerecht und ohne Erklärung.
Aufgabe 2: Nordbewegung der Indischen Platte → Konvergenz/Kollision → Krustenverkürzung und Hebung → Himalaya; starke Verwitterung/Erosion → Sedimenttransport → Ablagerung im Vorlandbecken → fruchtbare Schwemmlandebenen.
Aufgabe 3: Potenziale z. B. Böden, Wasser, Wasserkraft, Tourismus, Verkehrsachsen; Risiken z. B. Erdbeben, Hangrutschungen, Hochwasser, Erosion, Erreichbarkeit. Materialbezug erforderlich.
Aufgabe 4: Urteil nach selbst gewählten Kriterien wie Ertragspotenzial, Bevölkerungsaufnahme, Erreichbarkeit, Risikobelastung und Nachhaltigkeit. Ambivalentes Urteil ist fachlich besonders tragfähig.
Aufgabe 5: mögliche Wirkungsketten über Hangrutschungen, Flussblockaden, Sediment- und Abflussveränderungen, Infrastrukturunterbrechungen und Migration.

Materialpool

Eigene Einträge werden ausschließlich lokal im Browser gespeichert. Keine fremden Schulbuchscans hochladen oder einbetten.

Material erfassen

Noch keine eigenen Materialeinträge. Die vorbereiteten Hinweise bleiben in den Unterrichtseinheiten erhalten.

Leistung & Diagnose

Diagnose zu Reihenbeginn

Topografie, Kartenkompetenz, Operatorensicherheit und Vorwissen. Ergebnisse werden nicht auf der Webseite personenbezogen gespeichert.

Formative Rückmeldung

Concept Map, Wirkungsgefüge, Ein-Minuten-Papier und Kriterienfeedback. Für Notizen ausschließlich anonymisierte Kursbeobachtungen verwenden.

Klausurrahmen

Materialgebundene Problemerörterung in Woche 15. Konkrete Dauer und Anzahl richten sich nach schulinterner Vorgabe. AFB I–III, Schwerpunkt Analyse/Erklärung, abschließendes kriteriengeleitetes Urteil.

Operatoren

Technische Grundstruktur; Beispiele und Musterlösungen werden später systematisch ergänzt.

AFB IAFB IIAFB III
beschreiben
darstellen
lokalisieren
nennen
analysieren
erklären
erläutern
vergleichen
beurteilen
bewerten
erörtern
Stellung nehmen
Die verbindlichen Definitionen werden vor der Veröffentlichung mit der aktuell geltenden niedersächsischen Operatorenliste abgeglichen.

Glossar

Monsun

Jahreszeitlich wechselndes Windsystem, dessen Ausprägung in Südasien wesentlich durch unterschiedliche Erwärmung von Land und Meer sowie die Verlagerung großräumiger Druck- und Konvergenzzonen bestimmt wird.

M1 · Naturraum
Vulnerabilität

Verwundbarkeit von Menschen, Infrastrukturen oder Räumen gegenüber Gefährdungen; sie hängt unter anderem von Exposition, Sensitivität und Bewältigungsfähigkeit ab.

Querschnitt
Metropolisierung

Konzentration von Bevölkerung, Funktionen, Kapital und Entscheidungsmacht in großen Stadtregionen.

M4 · Stadt
Grüne Revolution

Steigerung landwirtschaftlicher Erträge durch Hochertragssorten, Bewässerung, Düngemittel, Pflanzenschutz und veränderte Produktionsverfahren; mit räumlich und sozial ungleichen Folgen.

M2 · Landwirtschaft
Disparität

Ungleichheit zwischen Räumen oder Bevölkerungsgruppen, beispielsweise bei Einkommen, Bildung, Infrastruktur oder Teilhabe.

Querschnitt

Einstellungen, Sicherung und Versionsverlauf

Datensicherung

Exportiert Fortschritt, Notizen, Wochenstatus, Materialpool und Qualitätsprüfungen als JSON-Datei. Die Datei enthält keine Plattformtexte und keine Schülerdaten.

Technischer Zustand

  • statische, portable Website
  • keine externen JavaScript-Bibliotheken
  • keine Analyse- oder Werbetracker
  • lokale Speicherung per Browser
  • offline-fähige Grundstruktur durch Service Worker

Versionsverlauf 0.6–1.0

0.6Wochenstatus, Prioritäten, dynamisches Dashboard
0.7konsolidierte Semester- und Modularchitektur
0.8durchsuchbarer, lokal editierbarer Materialpool
0.9Export/Import, Offline-Grundstruktur, globale Suche
1.0Qualitätsprüfung, mobile Bedienung, konsolidierte Veröffentlichung

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Quellen, Lizenzen und Datenschutz

Jede externe Quelle wird einzeln geprüft. Die Nennung in einem Verlagsheft ist kein Qualitäts- oder Lizenznachweis.

PrimärdatenWeltbank, UN, FAO, nationale StatistikämterDatensatz einzeln prüfen
KartenbasisNatural Earth, OpenStreetMapAttribution/Lizenz dokumentieren
Fachinstitutionenz. B. ICIMOD, Forschungsinstitute, BehördenAktualität und Autorität prüfen
QuelleGeeignete NutzungVorgehen in der Plattform
Eigene Texte und AufgabenbevorzugtAutorenschaft und Versionsdatum intern dokumentieren.
Natural EarthKartenbasis geeignetQuelle freiwillig transparent nennen; einzelne Datensätze vor Verwendung nochmals prüfen.
Weltbank Open DataDatensätze geeignetIndikator, Abrufdatum und geforderte Attribution angeben; keine Logos als vermeintliche Empfehlung nutzen.
UN/UNData/FAOLizenz je Angebot prüfenNicht pauschal übernehmen; Nutzungsbedingungen des konkreten Datensatzes dokumentieren.
OpenStreetMapmit Attribution© OpenStreetMap-Mitwirkende und jeweilige Lizenzhinweise sichtbar angeben.
Schulbücher, Diercke, Pressebilder, Statistanicht frei übernehmenNur im zulässigen Rahmen, mit eigener Lizenz oder als externer Link; keine Scans in die Plattform einbauen.

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Die Plattform bleibt eine statische Sammlung aus HTML, CSS, JavaScript und eigenen Dateien. Sie kann von Cloudflare Pages zu einem anderen Host umgezogen werden. Eine vollständige Offline-Sicherung bleibt möglich.

Dies ist eine praktische Projektregelung, keine individuelle Rechtsberatung. Vor einer Veröffentlichung mit fremden Materialien oder personenbezogenen Daten muss die konkrete Nutzung erneut geprüft werden.

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