Kompetenzschwerpunkt: Raumwahrnehmung reflektieren; topografisch orientieren.
Lehrerplattform Südasien
Arbeitsfähige Grundplattform für Semestersteuerung, Unterrichtsvorbereitung, Materialverwaltung und rechtssichere Quellenpflege. Alle persönlichen Arbeitsdaten bleiben im Browser und können als Sicherungsdatei exportiert werden.
Nächster Arbeitsschritt
Projektstatus
Offene Qualitätsprüfungen
Makroplanung
Die ursprüngliche Semesterplanung bleibt vollständig erhalten.
Kompetenzschwerpunkt: Karten auswerten; Prozesse erklären; Maßstabsebenen verknüpfen.
Kompetenzschwerpunkt: Modelle nutzen und begrenzen; Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge darstellen.
Kompetenzschwerpunkt: Statistiken analysieren; Modelle anwenden und begrenzen; ein Sachurteil formulieren.
Kompetenzschwerpunkt: Modelle kritisch nutzen; Akteursperspektiven vergleichen; räumliche Folgen beurteilen.
Kompetenzschwerpunkt: Strukturen vergleichen; Entwicklungsperspektiven im ländlichen Raum erklären.
Kompetenzschwerpunkt: Agrarische Tragfähigkeit beurteilen; Wirkungsgefüge kommunizieren.
Kompetenzschwerpunkt: Ressourcenkonflikte analysieren; Interessen und Werte abwägen.
Kompetenzschwerpunkt: Mehrperspektivisch argumentieren; Lösungsvorschläge bewerten.
Kompetenzschwerpunkt: —
Kompetenzschwerpunkt: —
Kompetenzschwerpunkt: Indikatoren kritisch beurteilen; räumliche Disparitäten darstellen.
Kompetenzschwerpunkt: Strukturwandel erklären; Standortfaktoren und Weltmarktstellung beurteilen.
Kompetenzschwerpunkt: Globale Verflechtungen analysieren; nachhaltiges Verbraucherverhalten bewerten.
Kompetenzschwerpunkt: AFB I–III verknüpfen; materialgestützt urteilen.
Kompetenzschwerpunkt: Stadtprozesse erklären; Bild- und Kartendaten auswerten.
Kompetenzschwerpunkt: Sozialräumliche Disparitäten analysieren; Raumkonstruktionen reflektieren.
Kompetenzschwerpunkt: Stadtentwicklungskonzepte entwerfen und kriteriengeleitet bewerten.
Kompetenzschwerpunkt: Systemisch denken; Zukunftsentscheidungen raumverantwortlich beurteilen.
Kompetenzschwerpunkt: Metakognition und Transfer.
Curriculare Vernetzung
| Themenkomplex | Raummodul Südasien | Fachmodule | Leitende Raumbeispiele | Produkte / Methoden |
|---|---|---|---|---|
| Naturraum & Bevölkerung | Naturräumliche Herausforderungen; kulturelle Vielfalt und demografische Entwicklungen | FM 1: raumprägende Faktoren und Prozesse | Himalaya, Ganges-Brahmaputra-Delta, Indien/Bangladesch/Nepal | Klimadiagramm, Profil, Vulnerabilitätsanalyse, Bevölkerungspyramide |
| Landwirtschaft & Wasser | Entwicklungsperspektiven im ländlichen Raum | FM 1 und FM 3: Ressourcennutzung, Tragfähigkeit, Ernährungssicherung | Punjab, Indusbecken, Ganges/Brahmaputra | Wirkungsgefüge, Mystery, Wasserfußabdruck, Planspiel |
| Wirtschaft & Entwicklung | Rolle in der Globalisierung; Indiens Wirtschaft zwischen Tradition und Moderne | FM 2 und FM 3: Bedeutungswandel, Disparitäten, Entwicklungsperspektiven | Bengaluru, Dhaka, Gujarat/Mumbai | Indikatorenvergleich, Wertschöpfungskette, SWOT, Problemerörterung |
| Stadt & Metropolisierung | Metropolisierung und Fragmentierung in Städten | FM 4: Siedlungsentwicklung und nachhaltige Stadtentwicklung | Delhi, Mumbai, Dhaka oder Karachi | Satellitenbildanalyse, Stadtmodell, Akteursanalyse, Zukunftspitch |
Didaktische Leitlinien für den LK
Erhöhtes Anforderungsniveau
Vertiefung durch komplexe Materialarrangements, konkurrierende Erklärungsansätze, zunehmende Selbstständigkeit, Methodenreflexion und explizite Bewertung von Unsicherheiten.
Spiralcurriculare Operatorenschulung
Beschreiben und darstellen → analysieren und erklären → beurteilen, bewerten und erörtern. Jede Phase enthält mindestens eine materialgebundene Aufgabe mit transparentem Erwartungshorizont.
Differenzierung
Hilfekarten, gestufte Datensätze und Strukturhilfen auf der einen Seite; offene Recherche, Modellkritik und zusätzliche Maßstabsebenen auf der anderen.
Aktualitätsbezug
Kurze Pressespiegel zu Monsunereignissen, Wirtschafts- und Stadtentwicklungen können in die 45-Minuten-Stunden integriert werden, ohne die Grundstruktur zu verändern.
Module
Die vier verbindlichen Themenkomplexe bleiben die oberste inhaltliche Ordnung. Die konkrete Reihenfolge innerhalb der Module wird nach curricularer Logik und Kursbedarf entschieden, nicht nach einem Verlagsschema.
Querschnittsthemen
Diese Perspektiven verbinden die Module und werden später über Schlagworte mit Materialien und Unterrichtseinheiten verknüpft.
Vulnerabilität und Resilienz
Naturgefahren, Klimawandel, Armut, Infrastruktur, Anpassungsfähigkeit und Risikogovernance.
Transformation
Agrarischer, demografischer, wirtschaftlicher und urbaner Wandel sowie politische Steuerung.
Disparitäten und Teilhabe
Räumliche, soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten; Zugang zu Ressourcen und Chancen.
Maßstabsebenen
Lokal – regional – national – grenzüberschreitend – global. Jede Fallstudie soll mindestens zwei Ebenen verbinden.
Nachhaltigkeitsbewertung
Ökologische Tragfähigkeit, wirtschaftliche Wirksamkeit, soziale Gerechtigkeit und politische Umsetzbarkeit.
Unterrichtseinheiten · Module 1 bis 3 auf Stufe B
Vierzehn vollständig ausgearbeitete Wochenbausteine im Rhythmus 90 + 90 + 45 Minuten. Jede Doppelstunde endet mit 3-2-1, jede Woche mit einem geografischen Exit-Ticket.
Verbindliches Leitfragensystem
Jede Stunde folgt demselben Denkweg. Die Leitfrage ist kein Schmuckelement, sondern steuert Auswahl, Erarbeitung und Sicherung.
Südasien als Raumkonstruktion
Leitfrage: Ist Südasien ein natürlicher Raum oder eine gesellschaftliche Konstruktion?
- Doppelstunde A: Nach welchen Kriterien wird Südasien überhaupt zu einer Region?
- Doppelstunde B: Welche Grenzfälle zeigen, dass Raumabgrenzungen von Interessen und Fragestellungen abhängen?
- Einzelstunde: Wie verändert die Wahl eines Operators die Qualität einer geographischen Antwort?
Doppelstunde A · Raum wahrnehmen und abgrenzen
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Einstieg | Auftrag: „Skizzieren Sie Südasien aus dem Gedächtnis.“ | Mental Map und drei Assoziationen erstellen. | Diagnoseprodukt |
| 10–20 | Vergleich | Galeriegang ohne Wertung anleiten. | Gemeinsamkeiten und Unterschiede markieren. | Beobachtungsnotizen |
| 20–35 | Problematisierung | Drei unterschiedliche Raumabgrenzungen zeigen. | Kriterien identifizieren und Hypothesen formulieren. | Kriterienliste |
| 35–65 | Gruppenarbeit | Karten-/Kurzmaterial nach physisch, politisch, kulturell, funktional verteilen. | Arbeitsdefinition mit Grenzfällen entwickeln. | Kriterienmatrix |
| 65–80 | Sicherung | Definitionen bündeln und Konfliktfälle moderieren. | Arbeitsdefinition begründet festlegen. | Kursdefinition |
| 80–90 | Reflexion | Aussage zur Raumkonstruktion stellen. | Kurzurteil schreiben. | Exit Ticket |
Doppelstunde B · Topografische Orientierung
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Aktivierung | Stumme Karte und Blitzlicht. | Staaten und Nachbarräume lokalisieren. | Arbeitskarte |
| 10–35 | Erarbeitung | Atlasarbeit mit Pflicht- und Erweiterungsbegriffen. | Staaten, Meere, Gebirge, Flüsse eintragen. | Beschriftete Karte |
| 35–60 | Analyse | SAARC und alternative Abgrenzungen gegenüberstellen. | Afghanistan und Malediven als Grenzfälle prüfen. | Pro/Contra-Tabelle |
| 60–80 | Transfer | Impuls: Malediven – Südasien oder globaler Tourismusraum? | Mit mindestens drei Kriterien argumentieren. | Mini-Debatte |
| 80–90 | Sicherung | Semesterleitfrage einführen. | Concept Map beginnen. | Concept Map |
Einzelstunde · Diagnose und Operatoren
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Diagnose | Kurze Karten- und Operatorenaufgaben ausgeben. | Einzeln bearbeiten. | Diagnosebogen |
| 10–25 | Auswertung | Lösungswege vergleichen lassen. | Fehlerquellen erläutern. | Korrekturhinweise |
| 25–38 | Operatorentraining | Beschreiben, erklären, beurteilen trennen. | Beispielsätze ordnen und verbessern. | Operatorenraster |
| 38–45 | Abschluss | Individuelles Lernziel formulieren lassen. | Lernziel notieren. | Lernzielkarte |
Sicherung / mögliches Tafelbild
M1 · Vier Raumzugänge (selbst erstellter Sachtext)
Physischer Zugang: Relief, Klima und Flusssysteme verbinden Teile des Subkontinents. Politischer Zugang: Staaten und regionale Organisationen setzen institutionelle Grenzen. Kultureller Zugang: Sprachen, Religionen und historische Erfahrungen überschneiden sich, ohne deckungsgleich zu sein. Funktionaler Zugang: Migration, Handel, Medien und Tourismus schaffen Verflechtungsräume, die politische Grenzen überschreiten.
M2 · Kriterienkarten
Physisch: Himalaya, Indus-Ganges-Brahmaputra-System, Indischer Ozean. Politisch: staatliche Mitgliedschaften und Kooperation. Kulturell: historische und sprachlich-religiöse Verflechtungen. Funktional: Verkehrs-, Handels-, Migrations- und Tourismusbeziehungen.
Arbeitsblatt 1: Südasien als Raumkonstruktion
Name: __________________________ Datum: ____________
Erwartungshorizont
Südasien ist kein eindeutig gegebener Naturraum. Seine Abgrenzung hängt von Kriterien, Maßstab und Erkenntnisinteresse ab; deshalb müssen Grenzziehungen transparent begründet werden.
Eigene Lehrernotizen
Tektonik, Relief und Großlandschaften
Leitfrage: Wie prägen die Großlandschaften Lebens- und Wirtschaftsbedingungen Südasiens?
- Doppelstunde A: Wie entstand die räumliche Grundstruktur Südasiens?
- Doppelstunde B: In welchem Maß schaffen Großlandschaften Chancen und Grenzen menschlicher Nutzung?
- Einzelstunde: Ist die Metapher „Wasserturm Südasiens“ eine tragfähige Erklärung?
Doppelstunde A · Tektonik und Relief
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Einstieg | Satellitenbild/Reliefbild mit Siedlungsfrage zeigen. | Gunsträume und Ungunsträume vermuten. | Hypothesen |
| 10–30 | Erarbeitung | Plattentektonische Skizze bereitstellen. | Kollision der Indischen und Eurasischen Platte erklären. | Prozessskizze |
| 30–60 | Kartenarbeit | Stumme Karte mit Pflichtbegriffen ausgeben. | Himalaya, Karakorum, Indus-Ganges-Ebene, Dekkan, Ghats, Thar lokalisieren. | Reliefkarte |
| 60–80 | Profilanalyse | Nord-Süd-Profil auswerten lassen. | Höhenstufen und Übergänge beschreiben/erklären. | Profiltext |
| 80–90 | Sicherung | Drei Großlandschaften bündeln. | Merkmalsdreieck erstellen. | Tafelbild |
Doppelstunde B · Naturraum und Nutzung
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–15 | Aktivierung | Reliefbegriffe abfragen. | Karte ohne Legende erklären. | Mündliche Wiederholung |
| 15–50 | Expertengruppen | Material zu Himalaya, Ebene, Dekkan verteilen. | Potenziale, Risiken und Nutzung analysieren. | Gruppenposter |
| 50–70 | Austausch | Museumsgang organisieren. | Vergleichstabelle ergänzen. | Synopse |
| 70–85 | Transfer | Bevölkerungsdichtekarte hinzunehmen. | Zusammenhang Relief–Wasser–Nutzung–Dichte analysieren. | Wirkungskette |
| 85–90 | Exit | Grenze naturdeterministischer Erklärung fragen. | Einen Gegenfaktor nennen. | Exit Ticket |
Einzelstunde · Hochgebirge als Wasserraum
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–8 | Impuls | Foto Gletscher/Flussquelle. | Funktion vermuten. | Hypothese |
| 8–25 | Analyse | Einfaches Abflussdiagramm und Karte geben. | Saisonale Speicherfunktion erklären. | Kurztext |
| 25–38 | Bewertung | Aussage „Himalaya = Wasserturm Südasiens“ prüfen. | Reichweite und Grenzen beurteilen. | Sachurteil |
| 38–45 | Sicherung | Brücke zum Monsun herstellen. | Offene Frage formulieren. | Ausblick |
Sicherung / mögliches Tafelbild
M1 · Prozesskette Gebirgsbildung
Die Indische Platte bewegte sich über geologische Zeiträume nordwärts. Bei der Kollision mit der Eurasischen Platte wurde kontinentale Kruste verkürzt, gefaltet und gehoben. Die Hebung hält an; gleichzeitig formen Verwitterung, Erosion und Flüsse das Relief weiter.
M2 · Vergleichsmatrix der Großlandschaften
| Raum | Relief/Wasser | Nutzungspotenzial | Grenzen/Risiken |
|---|---|---|---|
| Himalaya | Hochgebirge, Schnee/Gletscher, Quellräume | Wasser, Wasserkraft, Tourismus | Erreichbarkeit, Hangprozesse, Nutzungskonflikte |
| Indus-Ganges-Ebene | Schwemmland, große Flüsse | intensive Landwirtschaft, dichte Siedlung, Verkehr | Überflutung, Grundwasserstress, Flächenkonkurrenz |
| Dekkan | Hochland, regional saisonale Wasserverfügbarkeit | Landwirtschaft, Rohstoffe, Metropolräume | Dürreanfälligkeit, Bodendegradation, regionale Disparitäten |
Arbeitsblatt 2: Tektonik, Relief und Großlandschaften
Name: __________________________ Datum: ____________
Erwartungshorizont
Relief und Wasserverfügbarkeit prägen Nutzungsmöglichkeiten stark, erklären Bevölkerungs- und Wirtschaftsstrukturen aber nicht allein. Infrastruktur, Politik, Geschichte und Technik verändern die Wirkung des Naturraums.
Eigene Lehrernotizen
Monsun als Lebensgrundlage und Entwicklungsfaktor
Leitfrage: Ist der Monsun für Südasien eher Segen, Risiko oder beides?
- Doppelstunde A: Welche Prozesse erzeugen den jahreszeitlichen Wind- und Niederschlagswechsel?
- Doppelstunde B: Warum wirkt derselbe Monsun regional und gesellschaftlich unterschiedlich?
- Einzelstunde: Wann wird eine Monsunabweichung zur Krise?
Doppelstunde A · Monsunsystem erklären
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Einstieg | Kontrastbilder Dürre/Überflutung. | Gemeinsame Ursache vermuten. | Problemfrage |
| 10–30 | Vorwissen | Land-Meer-Erwärmung und Druckverhältnisse aktivieren. | Schema beschriften. | Grundschema |
| 30–60 | Erarbeitung | Karten Sommer/Winter und ITCZ bereitstellen. | Luftströmungen in Partnerarbeit erklären. | Monsunmodell |
| 60–78 | Reliefwirkung | Himalaya/Westghats einbeziehen. | Luv-Lee- und Barrierewirkung ergänzen. | Erweitertes Modell |
| 78–90 | Modellkritik | Frage nach Grenzen des thermischen Modells. | Variabilität und weitere Steuerungsfaktoren benennen. | Modellreflexion |
Doppelstunde B · Räumlich-zeitliche Variabilität
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–12 | Aktivierung | Modell aus dem Gedächtnis rekonstruieren. | Skizze vergleichen. | Diagnose |
| 12–42 | Datenanalyse | Klimadiagramme/Niederschlagskarte verteilen. | Mengen, Saisonalität und regionale Unterschiede analysieren. | Analyseprotokoll |
| 42–65 | Anwendung | Landwirtschaft, Wasser und Verkehr als Sektoren zuweisen. | Chancen und Risiken in Gruppen ableiten. | Wirkungsgefüge |
| 65–82 | Urteil | These „Monsun = Fluch oder Segen“ diskutieren. | Kriteriengeleitet urteilen. | Urteilsmatrix |
| 82–90 | Sicherung | Kernaussage formulieren lassen. | Ein-Satz-Sicherung. | Merksatz |
Einzelstunde · Extremjahr
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–8 | Impuls | Kurzer Ereignisbericht zu Dürre oder Hochwasser. | Betroffenheit und Ursache trennen. | Markierungen |
| 8–25 | Fallanalyse | Niederschlagsabweichung + Folgenkette geben. | Extremjahr analysieren. | Ursache-Folge-Schema |
| 25–38 | Transfer | Anpassungsoptionen sammeln. | Maßnahmen nach Wirksamkeit und Gerechtigkeit prüfen. | Kurzbewertung |
| 38–45 | Abschluss | Vorwissen Klimawandel bewusst knapp aktivieren. | Transferfrage zur späteren Stadt-/Malediven-Einheit notieren. | Parkplatzfrage |
Sicherung / mögliches Tafelbild
M1 · Vereinfachtes Monsunmodell
Im Nordsommer erwärmt sich das asiatische Festland stärker als der Ozean. Über dem Kontinent entsteht ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet; feuchte Luft strömt vom Indischen Ozean ein. Die jahreszeitliche Verlagerung der innertropischen Konvergenzzone, Reliefbarrieren und großräumige Zirkulation beeinflussen Richtung und Intensität. Im Nordwinter kehrt sich der Temperatur- und Druckgegensatz weitgehend um.
M2 · Szenarien zur Vulnerabilität
A: verspäteter Beginn – Aussaat und Wasserreservoirs geraten unter Druck. B: kurze Starkregenphase – hohe Gesamtsumme, aber Abfluss, Erosion und Überschwemmung. C: räumlich normale Niederschläge – dennoch Krise in einem Gebiet mit schlechter Entwässerung, hoher Bebauungsdichte und geringer Vorsorge.
Arbeitsblatt 3: Monsun als Lebensgrundlage und Entwicklungsfaktor
Name: __________________________ Datum: ____________
Erwartungshorizont
Der Monsun ist weder pauschal Segen noch Fluch. Seine Wirkung entsteht aus Niederschlagsmenge, zeitlicher Verteilung, räumlicher Lage, Wirtschaftsstruktur, Infrastruktur und Anpassungsfähigkeit.
Eigene Lehrernotizen
Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel
Leitfrage: Wird die Bevölkerungsdynamik Südasiens zur Dividende oder zur Entwicklungsbelastung?
- Doppelstunde A: Wie lässt sich der demografische Wandel Südasiens mit Indikatoren und Modellen erklären?
- Doppelstunde B: Unter welchen Bedingungen wird eine junge Bevölkerung zur demografischen Dividende?
- Einzelstunde: Reicht Bevölkerungswachstum als Erklärung für Entwicklungsprobleme?
Doppelstunde A · Verteilung, Wachstum, Übergang
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Einstieg | Zwei kontrastierende Bevölkerungspyramiden zeigen. | Unterschiede beschreiben und Hypothesen bilden. | Hypothesen |
| 10–30 | Grundlagen | Begriffe Fertilität, Mortalität, Wachstum sichern. | Mini-Datensatz auswerten. | Kennzahlenblatt |
| 30–55 | Modellanwendung | Modell des demografischen Übergangs bereitstellen. | Indien, Bangladesch, Sri Lanka begründet zuordnen. | Zuordnungsmatrix |
| 55–75 | Raumbezug | Bevölkerungsdichtekarte ergänzen. | Verteilung mit Naturraum und Wirtschaft erklären. | Mehrfaktorenanalyse |
| 75–90 | Modellkritik | Grenzen des Modells problematisieren. | Abweichungen und Maßstabseffekte benennen. | Kritiknotiz |
Doppelstunde B · Altersstruktur und Entwicklung
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–15 | Aktivierung | Pyramiden ohne Ländernamen. | Formen und Trends identifizieren. | Diagnose |
| 15–45 | Analyse | Indikatorenset zu Bildung, Erwerbsquote, Urbanisierung geben. | Länderprofile analysieren. | Vergleichstabelle |
| 45–65 | Konzept | Demografische Dividende erläutern lassen. | Bedingungskette erstellen. | Wirkungskette |
| 65–82 | Bewertung | Politikoptionen Bildung, Gesundheit, Jobs verteilen. | Maßnahmen priorisieren. | Ranking |
| 82–90 | Sicherung | Kernaussage abfragen. | Urteilssatz formulieren. | Exit Ticket |
Einzelstunde · Dividende oder Belastung?
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–8 | These | „Eine junge Bevölkerung ist automatisch ein Vorteil.“ | Position auf Linie wählen. | Positionierung |
| 8–25 | Materialgestütztes Schreiben | Kurzdaten und Kriterien geben. | Sachurteil in PEEL-Struktur schreiben. | Urteilstext |
| 25–38 | Peer-Feedback | Raster ausgeben. | Belege, Kriterien, Abwägung prüfen. | Überarbeitung |
| 38–45 | Abschluss | Transfer zu Migration einleiten. | Zusammenhang Jobs–Mobilität formulieren. | Brückensatz |
Sicherung / mögliches Tafelbild
M1 · Didaktischer Datensatz (Indexwerte, keine amtliche Statistik)
| Landtyp | Fertilität | Lebenserwartung | Anteil 0–14 | Urbanisierung |
|---|---|---|---|---|
| A · fortgeschrittener Übergang | niedrig | hoch | sinkend | mittel |
| B · mittlere Übergangsphase | sinkend | steigend | hoch | rasch steigend |
| C · frühe Übergangsphase | hoch | steigend | sehr hoch | niedrig |
Die Tabelle ist ein selbst erstelltes Modellmaterial. Für aktuelle Länderwerte sind World Bank Data bzw. UN Population Division einzusetzen.
M2 · Bedingungsgefüge demografische Dividende
Sinkende Fertilität → wachsender Anteil Erwerbsfähiger. Potenzial entsteht jedoch erst durch Bildung, Gesundheit, produktive Arbeitsplätze, Gleichstellung, soziale Sicherung und handlungsfähige Institutionen.
Arbeitsblatt 4: Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel
Name: __________________________ Datum: ____________
Erwartungshorizont
Eine junge Bevölkerung ist kein automatischer Vorteil. Eine demografische Dividende entsteht nur, wenn gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedingungen produktive Teilhabe ermöglichen.
Eigene Lehrernotizen
Migration und Urbanisierung
Leitfrage: Ist Migration vor allem Ursache, Folge oder Bewältigungsstrategie räumlicher Disparitäten?
- Doppelstunde A: Warum ist Migration häufig eine Haushaltsstrategie und nicht nur eine individuelle Entscheidung?
- Doppelstunde B: Wie verändert Migration Herkunfts- und Zielräume gleichzeitig?
- Einzelstunde: Verringert Migration räumliche Disparitäten oder verschärft sie diese?
Doppelstunde A · Migration als Strategie
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–10 | Einstieg | Kurzbiografie eines zirkulären Migranten vorlesen. | Motive und Folgen markieren. | Fallhypothesen |
| 10–30 | Modell | Push-Pull-Schema aktivieren. | Faktoren ordnen. | Modellmatrix |
| 30–55 | Kritik | Haushalts- und Netzwerkperspektive ergänzen. | Grenzen des einfachen Modells erläutern. | Modellerweiterung |
| 55–75 | Akteure | Perspektiven Migrant, Herkunftshaushalt, Stadt, Betrieb verteilen. | Nutzen und Kosten analysieren. | Akteursmatrix |
| 75–90 | Sicherung | Migration als räumliche Verflechtung bündeln. | Wirkungsnetz erstellen. | Wirkungsnetz |
Doppelstunde B · Migration und Metropolisierung
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–12 | Aktivierung | Karte von Wanderungsströmen und Stadtwachstum. | Muster beschreiben. | Kartenbefund |
| 12–40 | Fallanalyse | Materialpaket Mumbai/Delhi/Dhaka bereitstellen. | Land-Stadt-Wanderung, Arbeitsmarkt und Wohnraum analysieren. | Fallprofil |
| 40–65 | Strukturierung | Formeller/informeller Sektor und Siedlung erklären. | Ursache-Folge-Kette erstellen. | Kausalkette |
| 65–82 | Bewertung | Kommunale Handlungsoptionen geben. | Maßnahmen aus Akteurssicht bewerten. | Bewertungsraster |
| 82–90 | Ausblick | Verknüpfung mit späterem Stadtmodul. | Offene Leitfragen sichern. | Fragenspeicher |
Einzelstunde · Ursache oder Folge von Disparitäten?
| Zeit | Phase | Lehrerhandeln / Impuls | Schüleraktivität | Medium / Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 0–8 | Kontroverse | These sichtbar machen. | Spontanposition wählen. | Positionslinie |
| 8–25 | Argumentation | Vier Materialbelege bereitstellen. | Argumente nach Ursache/Folge/Wechselwirkung ordnen. | Argumentetableau |
| 25–38 | Urteil | Kriterien verlangen: Einkommen, Teilhabe, Raumwirkung, Zeit. | Differenziertes Urteil schreiben. | Urteilstext |
| 38–45 | Metareflexion | Push-Pull-Modell erneut prüfen. | Modellgrenzen formulieren. | Methodenreflexion |
Sicherung / mögliches Tafelbild
M1 · Fallvignette (fiktional, didaktisch konstruiert)
Ravi lebt in einem ländlichen Distrikt. Nach einer schwachen Ernte nimmt er für mehrere Monate Arbeit auf einer Baustelle in einer Großstadt an. Ein Teil seines Einkommens fließt an die Familie. Er nutzt Kontakte eines Verwandten, lebt in einer informellen Unterkunft und kehrt zur Aussaat zurück. Die Entscheidung verteilt Risiken zwischen Landwirtschaft und Stadtarbeit, schafft aber neue Abhängigkeiten.
M2 · Akteursmatrix
| Akteur/Raum | Mögliche Chancen | Mögliche Belastungen |
|---|---|---|
| Migrant/in | Einkommen, Netzwerke, Qualifikation | Unsicherheit, Trennung, prekäre Arbeit |
| Herkunftshaushalt | Rücküberweisungen, Risikostreuung | Arbeitskräfteverlust, Abhängigkeit |
| Zielstadt | Arbeitskräfte, Nachfrage, Dynamik | Wohnraum- und Infrastrukturdruck |
Arbeitsblatt 5: Migration und Urbanisierung
Name: __________________________ Datum: ____________
Erwartungshorizont
Migration ist zugleich Folge räumlicher Ungleichheit, Strategie zu ihrer Bewältigung und Motor neuen räumlichen Wandels. Ihre Wirkung unterscheidet sich nach Akteur, Raum- und Zeitebene.
Eigene Lehrernotizen
Modulabschluss · Lernstandscheck
Staaten, Großlandschaften, Flüsse und Metropolen sicher lokalisieren.
Gebirgsbildung, Monsun und demografischen Wandel kausal erklären.
Karten, Klimadiagramme, Pyramiden und Wanderungsmodelle kritisch nutzen.
Naturraum, Demografie und Mobilität als verflochtene Entwicklungsfaktoren gewichten.
Modul 2 · Landwirtschaft und Wasser
Fünf Wochenbausteine mit Leitfragen, Verlaufsplänen, Arbeitsblättern, Erwartungshorizonten und fortlaufender Diagnose.
1. Landwirtschaftliche Produktionssysteme
Wochenleitfrage: Wie prägen Naturraum, Besitzstrukturen und Marktintegration die Landwirtschaft Südasiens?
Doppelstunde A · Vom Satellitenbild zum Nutzungssystem
Leitfrage: Warum unterscheiden sich landwirtschaftliche Räume trotz ähnlicher Klimabedingungen?
Doppelstunde B · Grüne Revolution – Erfolg mit Folgekosten?
Leitfrage: Hat die Grüne Revolution Ernährungssicherheit nachhaltig verbessert?
Einzelstunde · Transfer und Urteil
Leitfrage: Welche Landwirtschaft ist zukunftsfähig?
Arbeitsblatt M2.1 · Landwirtschaftliche Produktionssysteme
M1: Vier Betriebsprofile mit Angaben zu Fläche, Arbeitskräften, Bewässerung, Kapital und Absatz.
- Ordne jedes Profil einem Produktionssystem zu und belege die Zuordnung.
- Analysiere zwei zentrale Abhängigkeiten eines ausgewählten Betriebs.
- Beurteile, welche Kombination aus Produktivität, sozialer Sicherheit und Ressourcenschutz am tragfähigsten ist.
Erwartungshorizont
2. Monsunabhängigkeit und Ernährungssicherung
Wochenleitfrage: Wie wird aus klimatischer Variabilität ein gesellschaftliches Ernährungsrisiko?
Doppelstunde A · Regenzeit als Produktionsfaktor
Leitfrage: Wie wirkt ein verspäteter oder schwacher Monsun entlang einer Wirkungskette?
Doppelstunde B · Ernährungssicherung
Leitfrage: Reicht eine hohe nationale Produktion aus, um Hunger zu vermeiden?
Einzelstunde · Resilienz
Leitfrage: Welche Maßnahme senkt welches Risiko?
Arbeitsblatt M2.2 · Monsunabhängigkeit und Ernährungssicherung
M1: vereinfachter Anbaukalender; M2: zwei Monsunjahre; M3: drei Haushaltsprofile.
- Beschreibe die Abweichungen der Monsunjahre.
- Analysiere die Folgen für einen ausgewählten Haushalt.
- Entwickle ein Maßnahmenpaket und begründe die Reihenfolge.
Erwartungshorizont
3. Wasser als Entwicklungsfaktor
Wochenleitfrage: Warum ist Wasserverfügbarkeit keine rein natürliche Größe?
Doppelstunde A · Wasserangebot und Wassernachfrage
Leitfrage: Wo entsteht Wasserstress – und warum?
Doppelstunde B · Grundwasser als unsichtbare Reserve
Leitfrage: Ist intensive Grundwassernutzung Entwicklung oder Übernutzung?
Einzelstunde · Virtuelles Wasser
Leitfrage: Exportiert Indien Wasser?
Arbeitsblatt M2.3 · Wasser als Entwicklungsfaktor
Datentabelle: drei Modellregionen mit Niederschlag, erneuerbarem Wasserangebot, Haushalts-, Industrie- und Bewässerungsentnahme.
- Berechne die Gesamtentnahme und den Anteil der Bewässerung.
- Analysiere den Wasserstress jeder Region.
- Beurteile, ob ein wasserintensives Exportprodukt dort sinnvoll ist.
Erwartungshorizont
4. Nutzungskonflikte um Wasser
Wochenleitfrage: Wie können knappe Wasserressourcen zwischen ungleichen Akteuren gerecht verteilt werden?
Doppelstunde A · Konflikt im Flussgebiet
Leitfrage: Warum führt gemeinsame Abhängigkeit nicht automatisch zu Kooperation?
Doppelstunde B · Verhandlungssimulation
Leitfrage: Welche Regelung ist wirksam und fair?
Einzelstunde · Meta-Reflexion
Leitfrage: Was macht Wasser-Governance tragfähig?
Arbeitsblatt M2.4 · Nutzungskonflikte um Wasser
Rollen: Oberliegerstaat, Unterliegerregion, Landwirtschaft, Stadtwerk, Ökosystemvertretung.
- Formuliere drei priorisierte Interessen deiner Rolle.
- Entwickle zwei kompromissfähige und eine nicht verhandelbare Forderung.
- Bewerte die Vereinbarung nach Wirksamkeit, Gerechtigkeit und Kontrollierbarkeit.
Erwartungshorizont
5. Nachhaltiges Wassermanagement
Wochenleitfrage: Welche Kombination aus Technik, Regeln und Verhalten kann Wasserprobleme dauerhaft mindern?
Doppelstunde A · Lösungsansätze prüfen
Leitfrage: Warum löst eine technisch effiziente Maßnahme nicht automatisch das Gesamtproblem?
Doppelstunde B · Strategie für eine Modellregion
Leitfrage: Wie entsteht aus Einzelmaßnahmen eine robuste Strategie?
Einzelstunde · Modulabschluss
Leitfrage: Welche Aussage trägt über das gesamte Modul?
Arbeitsblatt M2.5 · Nachhaltiges Wassermanagement
Maßnahmenkarten: Tröpfchenbewässerung, Strompreisreform, Regenwasserspeicher, Abwasserwiederverwendung, Anbauwechsel, Entnahmerechte, Beratung.
- Bewerte jede Maßnahme nach Wirkung, Kosten, Verteilung und Umsetzbarkeit.
- Kombiniere mindestens vier Maßnahmen zu einer zeitlich gestuften Strategie.
- Erörtere einen zentralen Zielkonflikt.
Erwartungshorizont
Modul 3 · Wirtschaft und Entwicklung
Vier Wochenbausteine im Rhythmus 90 + 90 + 45 Minuten. Schwerpunkt: Entwicklung messen, Strukturwandel, Globalisierung und regionale Disparitäten.
Entwicklung messen
Wochenleitfrage: Wie lässt sich Entwicklung erfassen, ohne komplexe Lebenslagen auf eine Zahl zu reduzieren?
- Doppelstunde A · Indikatoren lesen: Was zeigt ein Entwicklungsindikator – und was verschweigt er?
- Doppelstunde B · HDI und Ungleichheit: Ist ein zusammengesetzter Index gerechter als ein Einzelindikator?
- Einzelstunde · Indikatorenset: Welche Kennzahlen braucht ein aussagekräftiges Entwicklungsprofil?
Doppelstunde A · Indikatoren lesen
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–15 | Einstieg | Kontrast zweier Staaten mit ähnlichem Einkommen, aber unterschiedlichen Sozialindikatoren. |
| 15–40 | Analyse | BNE/Kopf, Lebenserwartung, Bildung und Urbanisierung auswerten. |
| 40–70 | Vergleich | Rangfolgen bilden und Widersprüche erklären. |
| 70–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Doppelstunde B · HDI und Ungleichheit
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–20 | Modellklärung | HDI-Komponenten und Normierung vereinfacht nachvollziehen. |
| 20–55 | Datenarbeit | Modellwerte berechnen und Sensitivität prüfen. |
| 55–80 | Kritik | Durchschnittswerte, Verteilung und regionale Unterschiede diskutieren. |
| 80–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Einzelstunde · Indikatorenset
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–10 | Aktivierung | Indikatoren nach ökonomisch, sozial, ökologisch, politisch sortieren. |
| 10–35 | Entwurf | Eigenes Set aus sechs Indikatoren begründen. |
| 35–45 | Exit-Ticket | Eine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage. |
Arbeitsblatt M3U1 · Entwicklung messen
M1: Modell-Datentabelle zu Indien, Sri Lanka, Bangladesch und Nepal.
- Beschreiben Sie zwei auffällige Rangfolgen.
- Analysieren Sie Widersprüche zwischen Einkommen und sozialen Indikatoren.
- Entwerfen und begründen Sie ein eigenes Indikatorenset.
Erwartungshorizont
Indien zwischen Wachstum und Strukturwandel
Wochenleitfrage: Wann wird Wirtschaftswachstum zu breitenwirksamer Entwicklung?
- Doppelstunde A · Sektoraler Wandel: Warum sinkt der Anteil der Landwirtschaft am BIP schneller als an der Beschäftigung?
- Doppelstunde B · Wachstum und Teilhabe: Wer profitiert vom Wachstum – und wer bleibt zurück?
- Einzelstunde · Politikinstrumente: Welche Maßnahme macht Wachstum inklusiver?
Doppelstunde A · Sektoraler Wandel
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–15 | Einstieg | Zwei Strukturdiagramme BIP/Beschäftigung kontrastieren. |
| 15–45 | Analyse | Sektorenanteile und Produktivitätsunterschiede herausarbeiten. |
| 45–75 | Erklärung | Strukturwandel, Unterbeschäftigung und informelle Arbeit verknüpfen. |
| 75–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Doppelstunde B · Wachstum und Teilhabe
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–20 | Fallprofile | Vier Haushalte aus Stadt/Land und formell/informell vergleichen. |
| 20–55 | Wirkungsanalyse | Bildung, Infrastruktur, Geschlecht, Kaste und Region als Zugangsfaktoren prüfen. |
| 55–80 | Urteil | These „Wachstum hebt alle Boote“ beurteilen. |
| 80–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Einzelstunde · Politikinstrumente
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–10 | Sortierung | Maßnahmen nach Angebot, Nachfrage, Institutionen ordnen. |
| 10–35 | Priorisierung | Drei Maßnahmen auswählen und Zielgruppen benennen. |
| 35–45 | Exit-Ticket | Eine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage. |
Arbeitsblatt M3U2 · Indien zwischen Wachstum und Strukturwandel
M1: Modellwerte zu BIP- und Beschäftigungsanteilen; M2: vier Haushaltsprofile.
- Analysieren Sie die Abweichung zwischen BIP- und Beschäftigungsstruktur.
- Erläutern Sie zwei Hemmnisse breitenwirksamer Entwicklung.
- Beurteilen Sie ein Maßnahmenpaket nach Wirksamkeit und Gerechtigkeit.
Erwartungshorizont
Bangalore: IT-Standort im globalen Netzwerk
Wochenleitfrage: Wie entsteht ein global wettbewerbsfähiger Standort – und welche lokalen Folgen hat er?
- Doppelstunde A · Standortfaktoren: Warum konzentriert sich wissensintensive Wirtschaft in Bangalore?
- Doppelstunde B · Gewinner und Verlierer: Ist Bangalore ein Motor regionaler Entwicklung oder eine Wachstumsinsel?
- Einzelstunde · Wertschöpfungsketten: Welche Position in einer globalen Wertschöpfungskette schafft langfristige Entwicklung?
Doppelstunde A · Standortfaktoren
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–15 | Einstieg | Standortfoto und Firmenkarte als Hypothesenimpuls. |
| 15–45 | Analyse | harte und weiche Standortfaktoren gewichten. |
| 45–75 | Clusterlogik | Unternehmen, Hochschulen, Arbeitskräfte, Kapital und Netzwerke verknüpfen. |
| 75–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Doppelstunde B · Gewinner und Verlierer
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–20 | Materialanalyse | Löhne, Mieten, Verkehr, Beschäftigung und Flächennutzung vergleichen. |
| 20–55 | Akteursperspektiven | IT-Beschäftigte, informelle Dienstleister, Verwaltung, Anwohner analysieren. |
| 55–80 | Urteil | Wachstumsinsel-These kriteriengeleitet beurteilen. |
| 80–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Einzelstunde · Wertschöpfungsketten
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–10 | Modell | Kette von standardisierten Diensten bis Forschung ordnen. |
| 10–35 | Strategie | Upgrading-Strategie formulieren. |
| 35–45 | Exit-Ticket | Eine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage. |
Arbeitsblatt M3U3 · Bangalore: IT-Standort im globalen Netzwerk
M1: Standortfaktorenkarten; M2: Akteursprofile; M3: vereinfachte IT-Wertschöpfungskette.
- Gewichten Sie sechs Standortfaktoren.
- Analysieren Sie zwei positive und zwei negative lokale Wirkungen.
- Beurteilen Sie die These „Bangalore ist ein Entwicklungsmodell für ganz Indien“.
Erwartungshorizont
Regionale Disparitäten und inklusive Entwicklung
Wochenleitfrage: Warum führt nationales Wachstum nicht automatisch zu räumlicher Angleichung?
- Doppelstunde A · Disparitäten kartieren: Welche räumlichen Muster wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung sind erkennbar?
- Doppelstunde B · Ausgleichspolitik: Soll Politik Wachstumspole stärken oder benachteiligte Räume direkt fördern?
- Einzelstunde · Modulsynthese: Inwiefern ist Indien Gewinner der Globalisierung?
Doppelstunde A · Disparitäten kartieren
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–15 | Einstieg | Choroplethenkarten zu Einkommen, Bildung und Gesundheit vergleichen. |
| 15–50 | Kartenanalyse | Muster, Ausnahmen und Maßstabsprobleme beschreiben. |
| 50–75 | Erklärung | Infrastruktur, Agglomeration, Politik und historische Pfade verknüpfen. |
| 75–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Doppelstunde B · Ausgleichspolitik
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–20 | Positionen | Zwei Entwicklungsstrategien herausarbeiten. |
| 20–55 | Debatte | Wachstumspol versus Ausgleich nach Kriterien prüfen. |
| 55–80 | Synthese | Mehrstufige Regionalstrategie entwickeln. |
| 80–90 | 3-2-1 | 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These. |
Einzelstunde · Modulsynthese
| Zeit | Phase | Arbeitsprozess / Ergebnis |
|---|---|---|
| 0–10 | Begriffsnetz | Indikatoren, Strukturwandel, Bangalore, Disparitäten verbinden. |
| 10–35 | Schreibaufgabe | Kriteriengeleitetes Kurzurteil verfassen. |
| 35–45 | Exit-Ticket | Eine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage. |
Arbeitsblatt M3U4 · Regionale Disparitäten und inklusive Entwicklung
M1: drei Modellkarten zu Einkommen, Bildung und Gesundheit; M2: zwei Strategiepositionen.
- Beschreiben Sie die räumlichen Muster und mindestens eine Ausnahme.
- Erklären Sie die Disparitäten mithilfe eines Wirkungsgefüges.
- Erörtern Sie Wachstumspol- und Ausgleichsstrategie.
Erwartungshorizont
Materialpool
Eigene Einträge werden ausschließlich lokal im Browser gespeichert. Keine fremden Schulbuchscans hochladen oder einbetten.
Material erfassen
Leistung, Diagnose und drei Klausurvarianten
Klausurfenster: voraussichtlich Mitte November bis Anfang Dezember. Die Varianten setzen unterschiedliche Schwerpunkte und können als Hauptklausur, Ersatzklausur oder Probeklausur genutzt werden.
Naturraum, Landwirtschaft und Wasser
Leitfrage: Wie beeinflussen naturräumliche Voraussetzungen und gesellschaftliche Entscheidungen die Ernährungssicherung?
- Beschreiben: räumliches Muster einer Karte bzw. eines Diagramms.
- Analysieren: Wirkungskette Monsun – Landwirtschaft – Wasser – Haushalte.
- Beurteilen: Maßnahmenpaket zur resilienten Landwirtschaft.
Materialtypen: Karte, Niederschlags-/Ertragsdiagramm, Haushaltsprofile, Maßnahmenübersicht.
Gewichtung: 20 % / 45 % / 35 %.
Indien als Gewinner der Globalisierung?
Leitfrage: Inwiefern schafft wirtschaftlicher Strukturwandel breitenwirksame Entwicklung?
- Analysieren: Indikatoren und sektoralen Wandel.
- Erläutern: Standortentwicklung eines Dienstleistungsclusters.
- Bewerten: Gewinner-/Verlierer-These unter Einbezug regionaler Disparitäten.
Materialtypen: Weltbankindikatoren, Strukturdiagramm, Standortkarte, kurzer Fachtext.
Gewichtung: 30 % / 35 % / 35 %.
Nachhaltige Entwicklung in Stadt und Tourismus
Leitfrage: Wie tragfähig sind Anpassungsstrategien in hoch vulnerablen Räumen?
- Analysieren: Stadt- oder Inselraum anhand mehrerer Materialien.
- Bewerten: konkrete Anpassungsstrategie.
- Erörtern: Entwicklungschancen und Abhängigkeiten.
Materialtypen: Satellitenbild, Tourismus-/Stadtdaten, Maßnahmenplan, Akteurspositionen.
Gewichtung: 30 % / 30 % / 40 %.
Verbindliche kontinuierliche Lernstandsüberprüfung
Nach jeder Doppelstunde: 3-2-1
- 3 fachlich zentrale Erkenntnisse
- 2 offene oder weiterführende Fragen
- 1 begründete These als Antwort auf die Leitfrage
Nutzung: anonymes Einsammeln, Partnerabgleich oder digitale/analoge Stichprobe. Nicht jede Abgabe wird benotet.
Am Ende jeder Woche: Geografisches Exit-Ticket
- eine Ursache
- eine Folge
- eine kriteriengestützte Bewertung
- ein abschließender Satz zur Wochenleitfrage
Die Lehrkraft markiert typische Fehlvorstellungen und plant daraus den Einstieg der Folgewoche.
Bewertungsgrundsätze für Klausuren
- Materialbezug muss sichtbar sein; bloßes reproduziertes Wissen reicht nicht.
- AFB III verlangt explizite Kriterien und ein begründetes Schlussurteil.
- Fachsprache, räumliche Einordnung und kausale Verknüpfung werden durchgängig berücksichtigt.
- Konkrete Punkteverteilung wird erst nach Auswahl und Prüfung der finalen Materialien festgelegt.
Operatoren
Technische Grundstruktur; Beispiele und Musterlösungen werden später systematisch ergänzt.
| AFB I | AFB II | AFB III |
|---|---|---|
| beschreiben darstellen lokalisieren nennen | analysieren erklären erläutern vergleichen | beurteilen bewerten erörtern Stellung nehmen |
Glossar
Jahreszeitlich wechselndes Windsystem, dessen Ausprägung in Südasien wesentlich durch unterschiedliche Erwärmung von Land und Meer sowie die Verlagerung großräumiger Druck- und Konvergenzzonen bestimmt wird.
M1 · NaturraumVerwundbarkeit von Menschen, Infrastrukturen oder Räumen gegenüber Gefährdungen; sie hängt unter anderem von Exposition, Sensitivität und Bewältigungsfähigkeit ab.
QuerschnittKonzentration von Bevölkerung, Funktionen, Kapital und Entscheidungsmacht in großen Stadtregionen.
M4 · StadtSteigerung landwirtschaftlicher Erträge durch Hochertragssorten, Bewässerung, Düngemittel, Pflanzenschutz und veränderte Produktionsverfahren; mit räumlich und sozial ungleichen Folgen.
M2 · LandwirtschaftUngleichheit zwischen Räumen oder Bevölkerungsgruppen, beispielsweise bei Einkommen, Bildung, Infrastruktur oder Teilhabe.
QuerschnittEinstellungen, Sicherung und Versionsverlauf
Datensicherung
Exportiert Fortschritt, Notizen, Wochenstatus, Materialpool und Qualitätsprüfungen als JSON-Datei. Die Datei enthält keine Plattformtexte und keine Schülerdaten.
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Versionsverlauf 0.6–2.0
Canvas-Notiz
Quellen, Lizenzen und Datenschutz
Quellenbasis Modul 1
Curriculare Orientierung: Kerncurriculum Erdkunde Sek II Niedersachsen. Kartenbasis: Natural Earth (Public Domain). Aktuelle demografische und urbane Datensätze: World Bank Data und UN Population Division. Die in den Arbeitsblättern enthaltenen Sachtexte, Fallvignetten, Tabellen und Aufgaben sind für diese Plattform neu erstellt.
Aktuelle Zahlen werden nicht fest in die Plattform geschrieben, wenn ihr Aktualisierungsdatum nicht dokumentiert ist. Vor dem Unterricht sind Datensatzjahr und Lizenzstatus zu prüfen.
Jede externe Quelle wird einzeln geprüft. Die Nennung in einem Verlagsheft ist kein Qualitäts- oder Lizenznachweis.
| Quelle | Geeignete Nutzung | Vorgehen in der Plattform |
|---|---|---|
| Eigene Texte und Aufgaben | bevorzugt | Autorenschaft und Versionsdatum intern dokumentieren. |
| Natural Earth | Kartenbasis geeignet | Quelle freiwillig transparent nennen; einzelne Datensätze vor Verwendung nochmals prüfen. |
| Weltbank Open Data | Datensätze geeignet | Indikator, Abrufdatum und geforderte Attribution angeben; keine Logos als vermeintliche Empfehlung nutzen. |
| UN/UNData/FAO | Lizenz je Angebot prüfen | Nicht pauschal übernehmen; Nutzungsbedingungen des konkreten Datensatzes dokumentieren. |
| OpenStreetMap | mit Attribution | © OpenStreetMap-Mitwirkende und jeweilige Lizenzhinweise sichtbar angeben. |
| Schulbücher, Diercke, Pressebilder, Statista | nicht frei übernehmen | Nur im zulässigen Rahmen, mit eigener Lizenz oder als externer Link; keine Scans in die Plattform einbauen. |
Datenschutz-Grundregeln
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- keine extern eingebetteten Inhalte ohne Prüfung
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Technische Unabhängigkeit
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