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Produktionsstand · Version 4.0

Lehrerplattform Südasien

Arbeitsfähige Grundplattform für Semestersteuerung, Unterrichtsvorbereitung, Materialverwaltung und rechtssichere Quellenpflege. Alle persönlichen Arbeitsdaten bleiben im Browser und können als Sicherungsdatei exportiert werden.

Schuljahr 2026/275 UStd./WocheCloudflare Pageskeine Schülerdaten
0/18Unterrichtswochen abgeschlossen
0 %Durchführungsstand
0eigene Materialeinträge
14Einheiten konkretisiert

Nächster Arbeitsschritt

Status der ersten Unterrichtswoche festlegen.

Projektstatus

0.6 Arbeitssteuerung0.7 Semesterarchitektur0.8 Materialpool0.9 Datensicherung/PWA1.0 konsolidiert1.6 Unterrichtsseiten1.7 Modul 1 vollständig3.0 Modul 2 vollständig4.0 Modul 3 vollständig

Offene Qualitätsprüfungen

Makroplanung

Die ursprüngliche Semesterplanung bleibt vollständig erhalten.

0 % erledigt
W 1
13.–14.08.
Südasien als Raumkonstruktion
Auftakt & Diagnose
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Vorwissen, Raumabgrenzung und Leitfrage klären; Diagnose zu Karten- und Materialkompetenz.
Doppelstunde B · 90 Min.Mental Maps vergleichen; Staaten, Großräume und Nachbarschaften lokalisieren.
Einzelstunde · 45 Min.Kursorganisation, Kompetenzraster und individuelles Lernziel.

Kompetenzschwerpunkt: Raumwahrnehmung reflektieren; topografisch orientieren.

W 2
17.–21.08.
Tektonik, Relief und Großlandschaften
Naturraum
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Kollision Indische–Eurasische Platte; Himalaya, Indus-Ganges-Tiefland, Dekkan.
Doppelstunde B · 90 Min.Profil- und Kartenanalyse; Naturraumpotenziale und -risiken ableiten.
Einzelstunde · 45 Min.45-Min.-Transfer: Hochgebirge als Wasser- und Risikoraum.

Kompetenzschwerpunkt: Karten auswerten; Prozesse erklären; Maßstabsebenen verknüpfen.

W 3
24.–28.08.
Monsun als Lebensgrundlage und Risiko
Naturraum
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Thermischer Monsun, ITCZ, Reliefwirkung, räumlich-zeitliche Variabilität.
Doppelstunde B · 90 Min.Klimadiagramme und Niederschlagskarten analysieren; Monsunmodell erstellen.
Einzelstunde · 45 Min.Extremjahr-Fallanalyse: Dürre oder Hochwasser.

Kompetenzschwerpunkt: Modelle nutzen und begrenzen; Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge darstellen.

W 4
31.08.–04.09.
Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel
Bevölkerung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Bevölkerungsverteilung, Wachstum und demografischer Übergang.
Doppelstunde B · 90 Min.Bevölkerungspyramiden und Indikatoren: Indien, Bangladesch und Sri Lanka.
Einzelstunde · 45 Min.Kontroverse: demografische Dividende oder Entwicklungsbelastung?

Kompetenzschwerpunkt: Statistiken analysieren; Modelle anwenden und begrenzen; ein Sachurteil formulieren.

W 5
07.–11.09.
Migration und Urbanisierung
Bevölkerung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Binnenmigration, Push-Pull-Modell und Haushaltsstrategien.
Doppelstunde B · 90 Min.Fallanalyse: Land-Stadt-Wanderung und Wachstum einer Metropole.
Einzelstunde · 45 Min.Urteil: Ist Migration Ursache oder Folge räumlicher Disparitäten?

Kompetenzschwerpunkt: Modelle kritisch nutzen; Akteursperspektiven vergleichen; räumliche Folgen beurteilen.

W 6
14.–18.09.
Agrarräume zwischen Subsistenz und Markt
Landwirtschaft
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Monsunabhängigkeit, Reisanbau, Weizenräume, Plantagen, Betriebs- und Besitzstrukturen.
Doppelstunde B · 90 Min.Agrarkarten analysieren; Produktionssysteme vergleichen.
Einzelstunde · 45 Min.Mystery: Warum bleibt ländliche Armut trotz Ertragssteigerung bestehen?

Kompetenzschwerpunkt: Strukturen vergleichen; Entwicklungsperspektiven im ländlichen Raum erklären.

W 7
21.–25.09.
Grüne Revolution – Erfolg mit Folgekosten?
Landwirtschaft
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Ertragssteigerung, Inputs, regionale Gewinner/Verlierer, Boden- und Grundwasserprobleme.
Doppelstunde B · 90 Min.Materialgestützte Raumanalyse Punjab; Wirkungsgefüge erstellen.
Einzelstunde · 45 Min.Urteil: Beitrag zur Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit.

Kompetenzschwerpunkt: Agrarische Tragfähigkeit beurteilen; Wirkungsgefüge kommunizieren.

W 8
28.09.–02.10.
Wasser als Ressource und Konfliktfeld
Wasser
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Bewässerung, Grundwasser, Staudämme; Nutzungskonkurrenz Stadt–Land–Industrie.
Doppelstunde B · 90 Min.Wasserfußabdruck und sektorale Nutzung; Konfliktanalyse.
Einzelstunde · 45 Min.Rollenkarten: lokaler Aushandlungsprozess.

Kompetenzschwerpunkt: Ressourcenkonflikte analysieren; Interessen und Werte abwägen.

W 9
05.–09.10.
Grenzüberschreitende Flusssysteme
Wasser
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Indus-, Ganges- und Brahmaputra-System; Ober-/Unterlieger, Verträge, Kooperation.
Doppelstunde B · 90 Min.Planspiel zu einem transnationalen Wasserkonflikt.
Einzelstunde · 45 Min.Reflexion des Planspiels und Sicherung eines Kriterienrasters.

Kompetenzschwerpunkt: Mehrperspektivisch argumentieren; Lösungsvorschläge bewerten.

W 10
12.–16.10.
Unterrichtsfrei
Herbstferien
Ferien
Doppelstunde A · 90 Min.Herbstferien Niedersachsen.
Doppelstunde B · 90 Min.Optional: freiwilliger Medien-/Pressespiegel Südasien.
Einzelstunde · 45 Min.Keine reguläre Unterrichtszeit.

Kompetenzschwerpunkt:

W 11
19.–23.10.
Unterrichtsfrei
Herbstferien
Ferien
Doppelstunde A · 90 Min.Herbstferien Niedersachsen.
Doppelstunde B · 90 Min.Optional: Klausurvorbereitungsmaterial digital bereitstellen.
Einzelstunde · 45 Min.Keine reguläre Unterrichtszeit.

Kompetenzschwerpunkt:

W 12
26.–30.10.
Entwicklung messen – Disparitäten erklären
Wirtschaft & Entwicklung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.BIP/BNE, HDI, MPI, Gender-Indikatoren; Grenzen von Entwicklungsindikatoren.
Doppelstunde B · 90 Min.Indien, Bangladesch, Pakistan, Nepal, Bhutan und Sri Lanka vergleichen.
Einzelstunde · 45 Min.Eigener gewichteter Entwicklungsindex mit Begründung.

Kompetenzschwerpunkt: Indikatoren kritisch beurteilen; räumliche Disparitäten darstellen.

W 13
02.–06.11.
Indiens Wirtschaft zwischen Tradition und Moderne
Wirtschaft
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Informeller Sektor, Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen; Liberalisierung seit 1991.
Doppelstunde B · 90 Min.Sektoraler und räumlicher Strukturwandel; Gewinner und Verlierer.
Einzelstunde · 45 Min.SWOT-Analyse des Wirtschaftsstandorts Indien.

Kompetenzschwerpunkt: Strukturwandel erklären; Standortfaktoren und Weltmarktstellung beurteilen.

W 14
09.–13.11.
Südasien in globalen Wertschöpfungsketten
Globalisierung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.IT/BPO in Bengaluru, Textilindustrie in Bangladesch, Pharmaindustrie und Outsourcing.
Doppelstunde B · 90 Min.Wertschöpfungsketten kartieren; Arbeits- und Umweltstandards analysieren.
Einzelstunde · 45 Min.Konsumentenperspektive: Handlungsmöglichkeiten und Grenzen.

Kompetenzschwerpunkt: Globale Verflechtungen analysieren; nachhaltiges Verbraucherverhalten bewerten.

W 15
16.–20.11.
Materialgebundene Problemerörterung
Klausur & Sicherung
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Klausur zu Naturraum/Landwirtschaft/Wasser oder Wirtschaft/Entwicklung.
Doppelstunde B · 90 Min.Je nach Klausurdauer: Schreibtermin oder vertiefende Methodenschulung.
Einzelstunde · 45 Min.Auswertung typischer Operatoren und individuelle Rückmeldung.

Kompetenzschwerpunkt: AFB I–III verknüpfen; materialgestützt urteilen.

W 16
23.–27.11.
Urbanisierung und Metropolisierung
Stadt
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Verstädterung, Migration, Megastädte, Global-City-Funktionen; Delhi, Mumbai, Dhaka oder Karachi.
Doppelstunde B · 90 Min.Stadtwachstum mit Karten/Satellitenbildern rekonstruieren.
Einzelstunde · 45 Min.Push-Pull-Modelle kritisch prüfen.

Kompetenzschwerpunkt: Stadtprozesse erklären; Bild- und Kartendaten auswerten.

W 17
30.11.–04.12.
Fragmentierte Metropole
Stadt
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Informelle Siedlungen, gated communities, Segregation, Bodenmarkt und Governance.
Doppelstunde B · 90 Min.Stadtteilvergleich Mumbai/Dhaka; Fragmentierungsmodell anwenden.
Einzelstunde · 45 Min.Perspektivwechsel: Alltag und Teilhabe verschiedener Akteure.

Kompetenzschwerpunkt: Sozialräumliche Disparitäten analysieren; Raumkonstruktionen reflektieren.

W 18
07.–11.12.
Nachhaltige Stadtentwicklung
Stadt
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Wohnen, Verkehr, Wasser, Abfall, Hitze; Smart City versus inklusive Stadt.
Doppelstunde B · 90 Min.Gruppen entwickeln ein integriertes Maßnahmenpaket für eine Fallstadt.
Einzelstunde · 45 Min.Pitch mit Kriterienfeedback: wirksam, gerecht, finanzierbar, nachhaltig.

Kompetenzschwerpunkt: Stadtentwicklungskonzepte entwerfen und kriteriengeleitet bewerten.

W 19
14.–18.12.
Südasien 2040 – Zukunftsszenarien
Synthese
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Die vier Themenkomplexe in einem systemischen Gesamtmodell vernetzen.
Doppelstunde B · 90 Min.Szenariowerkstatt: Trend-, Krisen- und Nachhaltigkeitsszenario.
Einzelstunde · 45 Min.Abschlusskolloquium / Lernlandkarte / Klausurnachbereitung.

Kompetenzschwerpunkt: Systemisch denken; Zukunftsentscheidungen raumverantwortlich beurteilen.

W 20
21.–22.12.
Flexible Kurzphase vor den Ferien
Puffer & Abschluss
5 UStd.
Doppelstunde A · 90 Min.Nachholen, Präsentationen abschließen, individuelle Lernberatung.
Doppelstunde B · 90 Min.Bei passendem Stundenplan: Transfer auf ein unbekanntes südasiatisches Raumbeispiel.
Einzelstunde · 45 Min.Semesterfeedback und Ausblick.

Kompetenzschwerpunkt: Metakognition und Transfer.

Curriculare Vernetzung

ThemenkomplexRaummodul SüdasienFachmoduleLeitende RaumbeispieleProdukte / Methoden
Naturraum & BevölkerungNaturräumliche Herausforderungen; kulturelle Vielfalt und demografische EntwicklungenFM 1: raumprägende Faktoren und ProzesseHimalaya, Ganges-Brahmaputra-Delta, Indien/Bangladesch/NepalKlimadiagramm, Profil, Vulnerabilitätsanalyse, Bevölkerungspyramide
Landwirtschaft & WasserEntwicklungsperspektiven im ländlichen RaumFM 1 und FM 3: Ressourcennutzung, Tragfähigkeit, ErnährungssicherungPunjab, Indusbecken, Ganges/BrahmaputraWirkungsgefüge, Mystery, Wasserfußabdruck, Planspiel
Wirtschaft & EntwicklungRolle in der Globalisierung; Indiens Wirtschaft zwischen Tradition und ModerneFM 2 und FM 3: Bedeutungswandel, Disparitäten, EntwicklungsperspektivenBengaluru, Dhaka, Gujarat/MumbaiIndikatorenvergleich, Wertschöpfungskette, SWOT, Problemerörterung
Stadt & MetropolisierungMetropolisierung und Fragmentierung in StädtenFM 4: Siedlungsentwicklung und nachhaltige StadtentwicklungDelhi, Mumbai, Dhaka oder KarachiSatellitenbildanalyse, Stadtmodell, Akteursanalyse, Zukunftspitch

Didaktische Leitlinien für den LK

Erhöhtes Anforderungsniveau

Vertiefung durch komplexe Materialarrangements, konkurrierende Erklärungsansätze, zunehmende Selbstständigkeit, Methodenreflexion und explizite Bewertung von Unsicherheiten.

Spiralcurriculare Operatorenschulung

Beschreiben und darstellen → analysieren und erklären → beurteilen, bewerten und erörtern. Jede Phase enthält mindestens eine materialgebundene Aufgabe mit transparentem Erwartungshorizont.

Differenzierung

Hilfekarten, gestufte Datensätze und Strukturhilfen auf der einen Seite; offene Recherche, Modellkritik und zusätzliche Maßstabsebenen auf der anderen.

Aktualitätsbezug

Kurze Pressespiegel zu Monsunereignissen, Wirtschafts- und Stadtentwicklungen können in die 45-Minuten-Stunden integriert werden, ohne die Grundstruktur zu verändern.

Module

Die vier verbindlichen Themenkomplexe bleiben die oberste inhaltliche Ordnung. Die konkrete Reihenfolge innerhalb der Module wird nach curricularer Logik und Kursbedarf entschieden, nicht nach einem Verlagsschema.

M1
Naturraum und Bevölkerung
Raumkonstruktion, Großlandschaften, Monsun, Demografie, Migration und Urbanisierung
5 Einheiten vollständig
M2
Landwirtschaft und Wasser
Agrarstrukturen, Produktionssysteme, Grüne Revolution, Bewässerung, Nutzungskonflikte
Stufe B · vollständig
M3
Wirtschaft und Entwicklung
Entwicklungsindikatoren, Transformation, Weltmarktintegration, Arbeit, Migration, Disparitäten
Stufe B · vollständig
M4
Stadt und Metropolisierung
Urbanisierung, Binnenmigration, Fragmentierung, Infrastruktur, Governance, Zukunftsstrategien
Struktur angelegt
M5
Tourismus und Nachhaltigkeit
Malediven, globale Tourismusverflechtungen, Ressourcendruck, Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung
in Semesterstruktur integriert

Querschnittsthemen

Diese Perspektiven verbinden die Module und werden später über Schlagworte mit Materialien und Unterrichtseinheiten verknüpft.

Vulnerabilität und Resilienz

Naturgefahren, Klimawandel, Armut, Infrastruktur, Anpassungsfähigkeit und Risikogovernance.

Transformation

Agrarischer, demografischer, wirtschaftlicher und urbaner Wandel sowie politische Steuerung.

Disparitäten und Teilhabe

Räumliche, soziale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten; Zugang zu Ressourcen und Chancen.

Maßstabsebenen

Lokal – regional – national – grenzüberschreitend – global. Jede Fallstudie soll mindestens zwei Ebenen verbinden.

Nachhaltigkeitsbewertung

Ökologische Tragfähigkeit, wirtschaftliche Wirksamkeit, soziale Gerechtigkeit und politische Umsetzbarkeit.

Unterrichtseinheiten · Module 1 bis 3 auf Stufe B

Vierzehn vollständig ausgearbeitete Wochenbausteine im Rhythmus 90 + 90 + 45 Minuten. Jede Doppelstunde endet mit 3-2-1, jede Woche mit einem geografischen Exit-Ticket.

Verbindliches Leitfragensystem

Jede Stunde folgt demselben Denkweg. Die Leitfrage ist kein Schmuckelement, sondern steuert Auswahl, Erarbeitung und Sicherung.

1 · IrritationEin problemhaltiger Impuls erzeugt eine echte Frage. Die Lehrkraft gibt sie vor oder lässt sie aus Beobachtungen entwickeln.
2 · PräzisierungDer Kurs formuliert Teilfragen, Kriterien und erste Hypothesen. Die Leitfrage wird sichtbar fixiert.
3 · MaterialarbeitMaterialien werden gezielt zur Beantwortung genutzt. Zwischenergebnisse werden ausdrücklich auf die Leitfrage bezogen.
4 · RückbezugAm Ende steht eine belegte Kurzantwort. Offene Punkte werden als Anschlussfrage gesichert.
Qualitätsregel: Eine Leitfrage ist problemorientiert, fachlich beantwortbar, materialgestützt bearbeitbar und verlangt mehr als reine Reproduktion.
Woche 1 · Modul 1

Südasien als Raumkonstruktion

Leitfrage: Ist Südasien ein natürlicher Raum oder eine gesellschaftliche Konstruktion?

2 × 90 Min.1 × 45 Min.LK
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A: Nach welchen Kriterien wird Südasien überhaupt zu einer Region?
  2. Doppelstunde B: Welche Grenzfälle zeigen, dass Raumabgrenzungen von Interessen und Fragestellungen abhängen?
  3. Einzelstunde: Wie verändert die Wahl eines Operators die Qualität einer geographischen Antwort?
Lernziele
Die Lernenden lokalisieren den Kursraum, vergleichen mehrere Raumabgrenzungen und beurteilen Grenzfälle kriteriengeleitet.
Fachbegriffe
Raumkonstruktion · Containerraum · Verflechtungsraum · SAARC · Maßstabsebene
Klausurbezug
AFB I: lokalisieren/beschreiben; AFB II: Raumabgrenzungen analysieren; AFB III: Grenzfall beurteilen.
Hausaufgabe
Aktuelle Meldung aus Südasien auswählen und einem Themenkomplex begründet zuordnen.
Differenzierung
Hilfekarte mit Pflichtbegriffen; Erweiterung durch Vergleich mit „indischer Subkontinent“ und „South Asia“.
Doppelstunde A · Raum wahrnehmen und abgrenzen
Stundenleitfrage: Doppelstunde A: Nach welchen Kriterien wird Südasien überhaupt zu einer Region?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10EinstiegAuftrag: „Skizzieren Sie Südasien aus dem Gedächtnis.“Mental Map und drei Assoziationen erstellen.Diagnoseprodukt
10–20VergleichGaleriegang ohne Wertung anleiten.Gemeinsamkeiten und Unterschiede markieren.Beobachtungsnotizen
20–35ProblematisierungDrei unterschiedliche Raumabgrenzungen zeigen.Kriterien identifizieren und Hypothesen formulieren.Kriterienliste
35–65GruppenarbeitKarten-/Kurzmaterial nach physisch, politisch, kulturell, funktional verteilen.Arbeitsdefinition mit Grenzfällen entwickeln.Kriterienmatrix
65–80SicherungDefinitionen bündeln und Konfliktfälle moderieren.Arbeitsdefinition begründet festlegen.Kursdefinition
80–90ReflexionAussage zur Raumkonstruktion stellen.Kurzurteil schreiben.Exit Ticket
Doppelstunde B · Topografische Orientierung
Stundenleitfrage: Doppelstunde B: Welche Grenzfälle zeigen, dass Raumabgrenzungen von Interessen und Fragestellungen abhängen?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10AktivierungStumme Karte und Blitzlicht.Staaten und Nachbarräume lokalisieren.Arbeitskarte
10–35ErarbeitungAtlasarbeit mit Pflicht- und Erweiterungsbegriffen.Staaten, Meere, Gebirge, Flüsse eintragen.Beschriftete Karte
35–60AnalyseSAARC und alternative Abgrenzungen gegenüberstellen.Afghanistan und Malediven als Grenzfälle prüfen.Pro/Contra-Tabelle
60–80TransferImpuls: Malediven – Südasien oder globaler Tourismusraum?Mit mindestens drei Kriterien argumentieren.Mini-Debatte
80–90SicherungSemesterleitfrage einführen.Concept Map beginnen.Concept Map
Einzelstunde · Diagnose und Operatoren
Stundenleitfrage: Einzelstunde: Wie verändert die Wahl eines Operators die Qualität einer geographischen Antwort?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10DiagnoseKurze Karten- und Operatorenaufgaben ausgeben.Einzeln bearbeiten.Diagnosebogen
10–25AuswertungLösungswege vergleichen lassen.Fehlerquellen erläutern.Korrekturhinweise
25–38OperatorentrainingBeschreiben, erklären, beurteilen trennen.Beispielsätze ordnen und verbessern.Operatorenraster
38–45AbschlussIndividuelles Lernziel formulieren lassen.Lernziel notieren.Lernzielkarte

Sicherung / mögliches Tafelbild

SÜDASIEN = Arbeitsraum, dessen Grenze von der Fragestellung abhängt physisch + politisch + kulturell + funktional → Kriterien offenlegen → Grenzfälle begründen → Maßstab und Zweck beachten

M1 · Vier Raumzugänge (selbst erstellter Sachtext)

Physischer Zugang: Relief, Klima und Flusssysteme verbinden Teile des Subkontinents. Politischer Zugang: Staaten und regionale Organisationen setzen institutionelle Grenzen. Kultureller Zugang: Sprachen, Religionen und historische Erfahrungen überschneiden sich, ohne deckungsgleich zu sein. Funktionaler Zugang: Migration, Handel, Medien und Tourismus schaffen Verflechtungsräume, die politische Grenzen überschreiten.

M2 · Kriterienkarten

Physisch: Himalaya, Indus-Ganges-Brahmaputra-System, Indischer Ozean. Politisch: staatliche Mitgliedschaften und Kooperation. Kulturell: historische und sprachlich-religiöse Verflechtungen. Funktional: Verkehrs-, Handels-, Migrations- und Tourismusbeziehungen.

Arbeitsblatt 1: Südasien als Raumkonstruktion

Name: __________________________ Datum: ____________

1. Mental Map Skizzieren Sie den Raum Südasien ohne Atlas. Markieren Sie anschließend Unsicherheiten mit einem Fragezeichen.
2. Kriterienmatrix Untersuchen Sie eine Raumabgrenzung nach physischen, politischen, kulturellen und funktionalen Kriterien.
3. Grenzfälle Beurteilen Sie die Zugehörigkeit Afghanistans und der Malediven. Verwenden Sie mindestens drei Kriterien.
4. Reflexion Erläutern Sie: „Regionen werden nicht nur entdeckt, sondern auch gemacht.“
5. Rückbezug auf die Leitfrage Formulieren Sie eine belegte Antwort in drei bis fünf Sätzen. Benennen Sie mindestens einen einschränkenden oder differenzierenden Aspekt.
Materialvorbereitung: Karten und Datensätze werden als rechtssicher beschaffte Originalquellen ergänzt. Die Arbeitsaufträge sind vollständig selbst erstellt.

Erwartungshorizont

Topografie: sichere Lagebeschreibung der Kernstaaten, des Himalaya, des Indischen Ozeans sowie zentraler Flusssysteme.
Analyse: Raumgrenzen variieren nach Fragestellung; Kriterien werden ausdrücklich benannt und gewichtet.
Urteil: Afghanistan und Malediven werden nicht nur zugeordnet, sondern anhand nachvollziehbarer Maßstäbe diskutiert.
Tragfähige Kernantwort auf die Leitfrage

Südasien ist kein eindeutig gegebener Naturraum. Seine Abgrenzung hängt von Kriterien, Maßstab und Erkenntnisinteresse ab; deshalb müssen Grenzziehungen transparent begründet werden.

Basis
Leitfrage wird beantwortet und mindestens ein Fachbegriff korrekt verwendet.
Solide
Mehrere Materialbelege werden kausal verknüpft; Gegenaspekt oder Grenze wird genannt.
Stark
Kriterien werden gewichtet, Maßstabsebenen unterschieden und ein differenziertes Urteil formuliert.

Eigene Lehrernotizen

Woche 2 · Modul 1

Tektonik, Relief und Großlandschaften

Leitfrage: Wie prägen die Großlandschaften Lebens- und Wirtschaftsbedingungen Südasiens?

2 × 90 Min.1 × 45 Min.LK
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A: Wie entstand die räumliche Grundstruktur Südasiens?
  2. Doppelstunde B: In welchem Maß schaffen Großlandschaften Chancen und Grenzen menschlicher Nutzung?
  3. Einzelstunde: Ist die Metapher „Wasserturm Südasiens“ eine tragfähige Erklärung?
Lernziele
Die Lernenden erklären die Entstehung des Himalaya, analysieren ein Reliefprofil und verknüpfen Naturraumpotenziale mit Nutzung und Bevölkerung.
Fachbegriffe
Konvergenz · Kollision · Faltengebirge · Schwemmlandebene · Dekkan · Ghats · Gunstraum
Klausurbezug
Materialgestützte Analyse von Relief, Nutzung und Bevölkerungsverteilung; begründetes Sachurteil.
Hausaufgabe
Vergleichstabelle Großlandschaften vervollständigen und einen nicht-naturräumlichen Einflussfaktor ergänzen.
Differenzierung
Vorstrukturierte Profilbeschreibung; Erweiterung durch Modellkritik und Maßstabswechsel.
Doppelstunde A · Tektonik und Relief
Stundenleitfrage: Doppelstunde A: Wie entstand die räumliche Grundstruktur Südasiens?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10EinstiegSatellitenbild/Reliefbild mit Siedlungsfrage zeigen.Gunsträume und Ungunsträume vermuten.Hypothesen
10–30ErarbeitungPlattentektonische Skizze bereitstellen.Kollision der Indischen und Eurasischen Platte erklären.Prozessskizze
30–60KartenarbeitStumme Karte mit Pflichtbegriffen ausgeben.Himalaya, Karakorum, Indus-Ganges-Ebene, Dekkan, Ghats, Thar lokalisieren.Reliefkarte
60–80ProfilanalyseNord-Süd-Profil auswerten lassen.Höhenstufen und Übergänge beschreiben/erklären.Profiltext
80–90SicherungDrei Großlandschaften bündeln.Merkmalsdreieck erstellen.Tafelbild
Doppelstunde B · Naturraum und Nutzung
Stundenleitfrage: Doppelstunde B: In welchem Maß schaffen Großlandschaften Chancen und Grenzen menschlicher Nutzung?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–15AktivierungReliefbegriffe abfragen.Karte ohne Legende erklären.Mündliche Wiederholung
15–50ExpertengruppenMaterial zu Himalaya, Ebene, Dekkan verteilen.Potenziale, Risiken und Nutzung analysieren.Gruppenposter
50–70AustauschMuseumsgang organisieren.Vergleichstabelle ergänzen.Synopse
70–85TransferBevölkerungsdichtekarte hinzunehmen.Zusammenhang Relief–Wasser–Nutzung–Dichte analysieren.Wirkungskette
85–90ExitGrenze naturdeterministischer Erklärung fragen.Einen Gegenfaktor nennen.Exit Ticket
Einzelstunde · Hochgebirge als Wasserraum
Stundenleitfrage: Einzelstunde: Ist die Metapher „Wasserturm Südasiens“ eine tragfähige Erklärung?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–8ImpulsFoto Gletscher/Flussquelle.Funktion vermuten.Hypothese
8–25AnalyseEinfaches Abflussdiagramm und Karte geben.Saisonale Speicherfunktion erklären.Kurztext
25–38BewertungAussage „Himalaya = Wasserturm Südasiens“ prüfen.Reichweite und Grenzen beurteilen.Sachurteil
38–45SicherungBrücke zum Monsun herstellen.Offene Frage formulieren.Ausblick

Sicherung / mögliches Tafelbild

Kollision Indische + Eurasische Platte → Himalaya / Hochgebirge → Speicher- und Barrierefunktion Indus-Ganges-Ebene → Sedimente + Wasser + ebene Flächen → intensive Landwirtschaft + hohe Dichte Dekkan → Hochland, regionale Trockenheit, Rohstoffe und Städte

M1 · Prozesskette Gebirgsbildung

Die Indische Platte bewegte sich über geologische Zeiträume nordwärts. Bei der Kollision mit der Eurasischen Platte wurde kontinentale Kruste verkürzt, gefaltet und gehoben. Die Hebung hält an; gleichzeitig formen Verwitterung, Erosion und Flüsse das Relief weiter.

M2 · Vergleichsmatrix der Großlandschaften

RaumRelief/WasserNutzungspotenzialGrenzen/Risiken
HimalayaHochgebirge, Schnee/Gletscher, QuellräumeWasser, Wasserkraft, TourismusErreichbarkeit, Hangprozesse, Nutzungskonflikte
Indus-Ganges-EbeneSchwemmland, große Flüsseintensive Landwirtschaft, dichte Siedlung, VerkehrÜberflutung, Grundwasserstress, Flächenkonkurrenz
DekkanHochland, regional saisonale WasserverfügbarkeitLandwirtschaft, Rohstoffe, MetropolräumeDürreanfälligkeit, Bodendegradation, regionale Disparitäten

Arbeitsblatt 2: Tektonik, Relief und Großlandschaften

Name: __________________________ Datum: ____________

1. Karte Lokalisieren und beschriften Sie zehn vorgegebene Relief- und Gewässerelemente.
2. Prozess Erklären Sie die Entstehung des Himalaya mit einer beschrifteten Skizze.
3. Vergleich Analysieren Sie Himalaya, Indus-Ganges-Ebene und Dekkan nach Relief, Wasser, Nutzung, Chancen und Risiken.
4. Urteil Beurteilen Sie, in welchem Maß der Naturraum die Bevölkerungsverteilung erklärt.
5. Rückbezug auf die Leitfrage Formulieren Sie eine belegte Antwort in drei bis fünf Sätzen. Benennen Sie mindestens einen einschränkenden oder differenzierenden Aspekt.
Materialvorbereitung: Karten und Datensätze werden als rechtssicher beschaffte Originalquellen ergänzt. Die Arbeitsaufträge sind vollständig selbst erstellt.

Erwartungshorizont

Prozess: Norddrift der Indischen Platte, Konvergenz/Kollision, Krustenverkürzung und Hebung werden kausal verbunden.
Raumanalyse: Die Ebene wird als fruchtbarer, wasserreicher Gunstraum beschrieben; Hochgebirge und Trockengebiete differenziert bewertet.
Urteil: Naturraum ist wichtig, aber Infrastruktur, Geschichte, Politik und Arbeitsmärkte ergänzen die Erklärung.
Tragfähige Kernantwort auf die Leitfrage

Relief und Wasserverfügbarkeit prägen Nutzungsmöglichkeiten stark, erklären Bevölkerungs- und Wirtschaftsstrukturen aber nicht allein. Infrastruktur, Politik, Geschichte und Technik verändern die Wirkung des Naturraums.

Basis
Leitfrage wird beantwortet und mindestens ein Fachbegriff korrekt verwendet.
Solide
Mehrere Materialbelege werden kausal verknüpft; Gegenaspekt oder Grenze wird genannt.
Stark
Kriterien werden gewichtet, Maßstabsebenen unterschieden und ein differenziertes Urteil formuliert.

Eigene Lehrernotizen

Woche 3 · Modul 1

Monsun als Lebensgrundlage und Entwicklungsfaktor

Leitfrage: Ist der Monsun für Südasien eher Segen, Risiko oder beides?

2 × 90 Min.1 × 45 Min.LK
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A: Welche Prozesse erzeugen den jahreszeitlichen Wind- und Niederschlagswechsel?
  2. Doppelstunde B: Warum wirkt derselbe Monsun regional und gesellschaftlich unterschiedlich?
  3. Einzelstunde: Wann wird eine Monsunabweichung zur Krise?
Lernziele
Die Lernenden erklären das Monsunsystem modellhaft, analysieren Niederschlagsdaten und beurteilen seine Bedeutung für Entwicklung und Vulnerabilität.
Fachbegriffe
ITCZ · thermischer Monsun · Luv/Lee · Saisonalität · Variabilität · Anomalie
Klausurbezug
Erklären eines Prozesses, Analysieren von Klima-/Kartendaten, Beurteilen eines Entwicklungsfaktors.
Hausaufgabe
Ein Klimadiagramm schriftlich analysieren und zwei Grenzen des einfachen Monsunmodells nennen.
Differenzierung
Satzstarter für Datenanalyse; Erweiterung: ENSO/Indischer-Ozean-Dipol nur als zusätzlicher Steuerungsfaktor recherchieren.
Doppelstunde A · Monsunsystem erklären
Stundenleitfrage: Doppelstunde A: Welche Prozesse erzeugen den jahreszeitlichen Wind- und Niederschlagswechsel?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10EinstiegKontrastbilder Dürre/Überflutung.Gemeinsame Ursache vermuten.Problemfrage
10–30VorwissenLand-Meer-Erwärmung und Druckverhältnisse aktivieren.Schema beschriften.Grundschema
30–60ErarbeitungKarten Sommer/Winter und ITCZ bereitstellen.Luftströmungen in Partnerarbeit erklären.Monsunmodell
60–78ReliefwirkungHimalaya/Westghats einbeziehen.Luv-Lee- und Barrierewirkung ergänzen.Erweitertes Modell
78–90ModellkritikFrage nach Grenzen des thermischen Modells.Variabilität und weitere Steuerungsfaktoren benennen.Modellreflexion
Doppelstunde B · Räumlich-zeitliche Variabilität
Stundenleitfrage: Doppelstunde B: Warum wirkt derselbe Monsun regional und gesellschaftlich unterschiedlich?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–12AktivierungModell aus dem Gedächtnis rekonstruieren.Skizze vergleichen.Diagnose
12–42DatenanalyseKlimadiagramme/Niederschlagskarte verteilen.Mengen, Saisonalität und regionale Unterschiede analysieren.Analyseprotokoll
42–65AnwendungLandwirtschaft, Wasser und Verkehr als Sektoren zuweisen.Chancen und Risiken in Gruppen ableiten.Wirkungsgefüge
65–82UrteilThese „Monsun = Fluch oder Segen“ diskutieren.Kriteriengeleitet urteilen.Urteilsmatrix
82–90SicherungKernaussage formulieren lassen.Ein-Satz-Sicherung.Merksatz
Einzelstunde · Extremjahr
Stundenleitfrage: Einzelstunde: Wann wird eine Monsunabweichung zur Krise?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–8ImpulsKurzer Ereignisbericht zu Dürre oder Hochwasser.Betroffenheit und Ursache trennen.Markierungen
8–25FallanalyseNiederschlagsabweichung + Folgenkette geben.Extremjahr analysieren.Ursache-Folge-Schema
25–38TransferAnpassungsoptionen sammeln.Maßnahmen nach Wirksamkeit und Gerechtigkeit prüfen.Kurzbewertung
38–45AbschlussVorwissen Klimawandel bewusst knapp aktivieren.Transferfrage zur späteren Stadt-/Malediven-Einheit notieren.Parkplatzfrage

Sicherung / mögliches Tafelbild

Saisonale Verlagerung von Druck- und Konvergenzzonen + Land-Meer-Gegensatz + Reliefwirkung → räumlich und zeitlich variabler Monsun verlässlicher Regen → Erträge / Wasser zu wenig / zu spät → Dürre zu viel / konzentriert → Hochwasser / Schäden Wirkung hängt auch von Vulnerabilität und Anpassung ab.

M1 · Vereinfachtes Monsunmodell

Im Nordsommer erwärmt sich das asiatische Festland stärker als der Ozean. Über dem Kontinent entsteht ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet; feuchte Luft strömt vom Indischen Ozean ein. Die jahreszeitliche Verlagerung der innertropischen Konvergenzzone, Reliefbarrieren und großräumige Zirkulation beeinflussen Richtung und Intensität. Im Nordwinter kehrt sich der Temperatur- und Druckgegensatz weitgehend um.

M2 · Szenarien zur Vulnerabilität

A: verspäteter Beginn – Aussaat und Wasserreservoirs geraten unter Druck. B: kurze Starkregenphase – hohe Gesamtsumme, aber Abfluss, Erosion und Überschwemmung. C: räumlich normale Niederschläge – dennoch Krise in einem Gebiet mit schlechter Entwässerung, hoher Bebauungsdichte und geringer Vorsorge.

Arbeitsblatt 3: Monsun als Lebensgrundlage und Entwicklungsfaktor

Name: __________________________ Datum: ____________

1. Modell Erklären Sie Sommer- und Wintermonsun mit Druckverteilung, ITCZ, Windrichtung und Feuchteaufnahme.
2. Daten Analysieren Sie drei Klimadiagramme hinsichtlich Jahresmenge, Saisonalität und Monsunabhängigkeit.
3. Wirkung Erstellen Sie ein Wirkungsgefüge zu Landwirtschaft, Wasserversorgung, Verkehr und Risiken.
4. Urteil Beurteilen Sie die Aussage „Der Monsun ist der wichtigste Entwicklungsfaktor Südasiens“.
5. Rückbezug auf die Leitfrage Formulieren Sie eine belegte Antwort in drei bis fünf Sätzen. Benennen Sie mindestens einen einschränkenden oder differenzierenden Aspekt.
Materialvorbereitung: Karten und Datensätze werden als rechtssicher beschaffte Originalquellen ergänzt. Die Arbeitsaufträge sind vollständig selbst erstellt.

Erwartungshorizont

Erklärung: saisonale Druck- und Konvergenzverlagerung, Feuchteaufnahme über dem Ozean und Reliefverstärkung werden korrekt verknüpft.
Analyse: Daten werden belegt, räumliche Unterschiede erklärt und nicht nur beschrieben.
Urteil: Bedeutung des Monsuns wird gegen Bewässerung, Infrastruktur, Governance und wirtschaftliche Diversifizierung abgewogen.
Tragfähige Kernantwort auf die Leitfrage

Der Monsun ist weder pauschal Segen noch Fluch. Seine Wirkung entsteht aus Niederschlagsmenge, zeitlicher Verteilung, räumlicher Lage, Wirtschaftsstruktur, Infrastruktur und Anpassungsfähigkeit.

Basis
Leitfrage wird beantwortet und mindestens ein Fachbegriff korrekt verwendet.
Solide
Mehrere Materialbelege werden kausal verknüpft; Gegenaspekt oder Grenze wird genannt.
Stark
Kriterien werden gewichtet, Maßstabsebenen unterschieden und ein differenziertes Urteil formuliert.

Eigene Lehrernotizen

Woche 4 · Modul 1

Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel

Leitfrage: Wird die Bevölkerungsdynamik Südasiens zur Dividende oder zur Entwicklungsbelastung?

2 × 90 Min.1 × 45 Min.LK
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A: Wie lässt sich der demografische Wandel Südasiens mit Indikatoren und Modellen erklären?
  2. Doppelstunde B: Unter welchen Bedingungen wird eine junge Bevölkerung zur demografischen Dividende?
  3. Einzelstunde: Reicht Bevölkerungswachstum als Erklärung für Entwicklungsprobleme?
Lernziele
Die Lernenden analysieren Bevölkerungsdaten und -pyramiden, wenden das Modell des demografischen Übergangs kritisch an und beurteilen Voraussetzungen einer demografischen Dividende.
Fachbegriffe
Fertilität · Mortalität · natürliches Wachstum · Altersstruktur · demografischer Übergang · demografische Dividende
Klausurbezug
Analyse statistischen Materials; kritische Modellanwendung; materialgestütztes Sachurteil.
Hausaufgabe
Aktuelle Bevölkerungsindikatoren für einen südasiatischen Staat in einer Tabelle ergänzen und Quelle/Jahr dokumentieren.
Differenzierung
Gestufte Pyramidenanalyse; Erweiterung durch kritische Prüfung nationaler Durchschnittswerte und Geschlechterdimension.
Doppelstunde A · Verteilung, Wachstum, Übergang
Stundenleitfrage: Doppelstunde A: Wie lässt sich der demografische Wandel Südasiens mit Indikatoren und Modellen erklären?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10EinstiegZwei kontrastierende Bevölkerungspyramiden zeigen.Unterschiede beschreiben und Hypothesen bilden.Hypothesen
10–30GrundlagenBegriffe Fertilität, Mortalität, Wachstum sichern.Mini-Datensatz auswerten.Kennzahlenblatt
30–55ModellanwendungModell des demografischen Übergangs bereitstellen.Indien, Bangladesch, Sri Lanka begründet zuordnen.Zuordnungsmatrix
55–75RaumbezugBevölkerungsdichtekarte ergänzen.Verteilung mit Naturraum und Wirtschaft erklären.Mehrfaktorenanalyse
75–90ModellkritikGrenzen des Modells problematisieren.Abweichungen und Maßstabseffekte benennen.Kritiknotiz
Doppelstunde B · Altersstruktur und Entwicklung
Stundenleitfrage: Doppelstunde B: Unter welchen Bedingungen wird eine junge Bevölkerung zur demografischen Dividende?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–15AktivierungPyramiden ohne Ländernamen.Formen und Trends identifizieren.Diagnose
15–45AnalyseIndikatorenset zu Bildung, Erwerbsquote, Urbanisierung geben.Länderprofile analysieren.Vergleichstabelle
45–65KonzeptDemografische Dividende erläutern lassen.Bedingungskette erstellen.Wirkungskette
65–82BewertungPolitikoptionen Bildung, Gesundheit, Jobs verteilen.Maßnahmen priorisieren.Ranking
82–90SicherungKernaussage abfragen.Urteilssatz formulieren.Exit Ticket
Einzelstunde · Dividende oder Belastung?
Stundenleitfrage: Einzelstunde: Reicht Bevölkerungswachstum als Erklärung für Entwicklungsprobleme?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–8These„Eine junge Bevölkerung ist automatisch ein Vorteil.“Position auf Linie wählen.Positionierung
8–25Materialgestütztes SchreibenKurzdaten und Kriterien geben.Sachurteil in PEEL-Struktur schreiben.Urteilstext
25–38Peer-FeedbackRaster ausgeben.Belege, Kriterien, Abwägung prüfen.Überarbeitung
38–45AbschlussTransfer zu Migration einleiten.Zusammenhang Jobs–Mobilität formulieren.Brückensatz

Sicherung / mögliches Tafelbild

Sinkende Mortalität → starkes Wachstum später sinkende Fertilität → verlangsamtes Wachstum → veränderte Altersstruktur Junge Erwerbsbevölkerung = Potenzial, wenn: Bildung + Gesundheit + produktive Jobs + Teilhabe + Governance Ohne diese Bedingungen: Arbeitslosigkeit, informelle Beschäftigung, Migration, soziale Spannungen

M1 · Didaktischer Datensatz (Indexwerte, keine amtliche Statistik)

LandtypFertilitätLebenserwartungAnteil 0–14Urbanisierung
A · fortgeschrittener Übergangniedrighochsinkendmittel
B · mittlere Übergangsphasesinkendsteigendhochrasch steigend
C · frühe Übergangsphasehochsteigendsehr hochniedrig

M2 · Bedingungsgefüge demografische Dividende

Sinkende Fertilität → wachsender Anteil Erwerbsfähiger. Potenzial entsteht jedoch erst durch Bildung, Gesundheit, produktive Arbeitsplätze, Gleichstellung, soziale Sicherung und handlungsfähige Institutionen.

Arbeitsblatt 4: Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel

Name: __________________________ Datum: ____________

1. Indikatoren Berechnen und beschreiben Sie Veränderungen von Fertilität, Lebenserwartung und Bevölkerungswachstum.
2. Modell Ordnen Sie drei Staaten Phasen des demografischen Übergangs zu und belegen Sie Ihre Entscheidung.
3. Pyramiden Analysieren Sie Altersstruktur und mögliche Herausforderungen.
4. Urteil Beurteilen Sie, unter welchen Bedingungen eine demografische Dividende entstehen kann.
5. Rückbezug auf die Leitfrage Formulieren Sie eine belegte Antwort in drei bis fünf Sätzen. Benennen Sie mindestens einen einschränkenden oder differenzierenden Aspekt.
Materialvorbereitung: Karten und Datensätze werden als rechtssicher beschaffte Originalquellen ergänzt. Die Arbeitsaufträge sind vollständig selbst erstellt.

Erwartungshorizont

Datenanalyse: Trends werden mit konkreten Werten belegt; relative und absolute Größen werden unterschieden.
Modellanwendung: Zuordnung ist begründet; Übergangscharakter und innere Disparitäten werden berücksichtigt.
Urteil: Eine junge Altersstruktur ist nur bei Bildung, Gesundheit, Arbeitsplätzen, Teilhabe und politischer Stabilität ein Potenzial.
Tragfähige Kernantwort auf die Leitfrage

Eine junge Bevölkerung ist kein automatischer Vorteil. Eine demografische Dividende entsteht nur, wenn gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedingungen produktive Teilhabe ermöglichen.

Basis
Leitfrage wird beantwortet und mindestens ein Fachbegriff korrekt verwendet.
Solide
Mehrere Materialbelege werden kausal verknüpft; Gegenaspekt oder Grenze wird genannt.
Stark
Kriterien werden gewichtet, Maßstabsebenen unterschieden und ein differenziertes Urteil formuliert.

Eigene Lehrernotizen

Woche 5 · Modul 1

Migration und Urbanisierung

Leitfrage: Ist Migration vor allem Ursache, Folge oder Bewältigungsstrategie räumlicher Disparitäten?

2 × 90 Min.1 × 45 Min.LK
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A: Warum ist Migration häufig eine Haushaltsstrategie und nicht nur eine individuelle Entscheidung?
  2. Doppelstunde B: Wie verändert Migration Herkunfts- und Zielräume gleichzeitig?
  3. Einzelstunde: Verringert Migration räumliche Disparitäten oder verschärft sie diese?
Lernziele
Die Lernenden analysieren Binnenmigration multiperspektivisch, prüfen das Push-Pull-Modell kritisch und erklären Zusammenhänge mit Metropolisierung und informellen Strukturen.
Fachbegriffe
Binnenmigration · Push/Pull · zirkuläre Migration · Netzwerk · Remittances · informeller Sektor · Metropolisierung
Klausurbezug
Multiperspektivische Analyse; Modellkritik; kriteriengeleitetes Urteil zu räumlichen Disparitäten.
Hausaufgabe
Eine begründete These formulieren, wie Migration Herkunfts- und Zielraum gleichzeitig verändert.
Differenzierung
Akteurskarten und Satzstarter; Erweiterung durch Genderperspektive oder Vergleich Binnen-/Auslandsmigration.
Doppelstunde A · Migration als Strategie
Stundenleitfrage: Doppelstunde A: Warum ist Migration häufig eine Haushaltsstrategie und nicht nur eine individuelle Entscheidung?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–10EinstiegKurzbiografie eines zirkulären Migranten vorlesen.Motive und Folgen markieren.Fallhypothesen
10–30ModellPush-Pull-Schema aktivieren.Faktoren ordnen.Modellmatrix
30–55KritikHaushalts- und Netzwerkperspektive ergänzen.Grenzen des einfachen Modells erläutern.Modellerweiterung
55–75AkteurePerspektiven Migrant, Herkunftshaushalt, Stadt, Betrieb verteilen.Nutzen und Kosten analysieren.Akteursmatrix
75–90SicherungMigration als räumliche Verflechtung bündeln.Wirkungsnetz erstellen.Wirkungsnetz
Doppelstunde B · Migration und Metropolisierung
Stundenleitfrage: Doppelstunde B: Wie verändert Migration Herkunfts- und Zielräume gleichzeitig?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–12AktivierungKarte von Wanderungsströmen und Stadtwachstum.Muster beschreiben.Kartenbefund
12–40FallanalyseMaterialpaket Mumbai/Delhi/Dhaka bereitstellen.Land-Stadt-Wanderung, Arbeitsmarkt und Wohnraum analysieren.Fallprofil
40–65StrukturierungFormeller/informeller Sektor und Siedlung erklären.Ursache-Folge-Kette erstellen.Kausalkette
65–82BewertungKommunale Handlungsoptionen geben.Maßnahmen aus Akteurssicht bewerten.Bewertungsraster
82–90AusblickVerknüpfung mit späterem Stadtmodul.Offene Leitfragen sichern.Fragenspeicher
Einzelstunde · Ursache oder Folge von Disparitäten?
Stundenleitfrage: Einzelstunde: Verringert Migration räumliche Disparitäten oder verschärft sie diese?
ZeitPhaseLehrerhandeln / ImpulsSchüleraktivitätMedium / Ergebnis
0–8KontroverseThese sichtbar machen.Spontanposition wählen.Positionslinie
8–25ArgumentationVier Materialbelege bereitstellen.Argumente nach Ursache/Folge/Wechselwirkung ordnen.Argumentetableau
25–38UrteilKriterien verlangen: Einkommen, Teilhabe, Raumwirkung, Zeit.Differenziertes Urteil schreiben.Urteilstext
38–45MetareflexionPush-Pull-Modell erneut prüfen.Modellgrenzen formulieren.Methodenreflexion

Sicherung / mögliches Tafelbild

Räumliche Disparitäten + Haushaltsziele + Netzwerke → Migration (dauerhaft / saisonal / zirkulär) Herkunftsraum: Einkommen/Remittances, aber Arbeitskräfteverlust und Abhängigkeit Zielraum: Arbeitskräfte und Dynamik, aber Druck auf Wohnen/Infrastruktur Migration ist zugleich Folge, Strategie und Mitursache räumlichen Wandels.

M1 · Fallvignette (fiktional, didaktisch konstruiert)

Ravi lebt in einem ländlichen Distrikt. Nach einer schwachen Ernte nimmt er für mehrere Monate Arbeit auf einer Baustelle in einer Großstadt an. Ein Teil seines Einkommens fließt an die Familie. Er nutzt Kontakte eines Verwandten, lebt in einer informellen Unterkunft und kehrt zur Aussaat zurück. Die Entscheidung verteilt Risiken zwischen Landwirtschaft und Stadtarbeit, schafft aber neue Abhängigkeiten.

M2 · Akteursmatrix

Akteur/RaumMögliche ChancenMögliche Belastungen
Migrant/inEinkommen, Netzwerke, QualifikationUnsicherheit, Trennung, prekäre Arbeit
HerkunftshaushaltRücküberweisungen, RisikostreuungArbeitskräfteverlust, Abhängigkeit
ZielstadtArbeitskräfte, Nachfrage, DynamikWohnraum- und Infrastrukturdruck

Arbeitsblatt 5: Migration und Urbanisierung

Name: __________________________ Datum: ____________

1. Modell Ordnen Sie Wanderungsmotive dem Push-Pull-Modell zu und kennzeichnen Sie Faktoren, die dadurch nur unzureichend erfasst werden.
2. Akteure Analysieren Sie Chancen und Belastungen für Migranten, Herkunftshaushalte, Zielstadt und Arbeitgeber.
3. Stadtwachstum Erklären Sie Zusammenhänge zwischen Migration, informellem Arbeitsmarkt, Wohnraum und Infrastruktur.
4. Urteil Beurteilen Sie: „Migration verringert räumliche Disparitäten stärker, als sie neue erzeugt.“
5. Rückbezug auf die Leitfrage Formulieren Sie eine belegte Antwort in drei bis fünf Sätzen. Benennen Sie mindestens einen einschränkenden oder differenzierenden Aspekt.
Materialvorbereitung: Karten und Datensätze werden als rechtssicher beschaffte Originalquellen ergänzt. Die Arbeitsaufträge sind vollständig selbst erstellt.

Erwartungshorizont

Modellkritik: Push-Pull-Faktoren werden korrekt genutzt, aber Netzwerke, Haushaltsstrategien, Zwänge und zirkuläre Mobilität ergänzen die Erklärung.
Raumanalyse: Herkunfts- und Zielräume sowie Rücküberweisungen, Arbeitsmarkt, Wohnen und Infrastruktur werden als Verflechtung betrachtet.
Urteil: positive und negative Wirkungen werden nach Akteur, Raum- und Zeitebene abgewogen.
Tragfähige Kernantwort auf die Leitfrage

Migration ist zugleich Folge räumlicher Ungleichheit, Strategie zu ihrer Bewältigung und Motor neuen räumlichen Wandels. Ihre Wirkung unterscheidet sich nach Akteur, Raum- und Zeitebene.

Basis
Leitfrage wird beantwortet und mindestens ein Fachbegriff korrekt verwendet.
Solide
Mehrere Materialbelege werden kausal verknüpft; Gegenaspekt oder Grenze wird genannt.
Stark
Kriterien werden gewichtet, Maßstabsebenen unterschieden und ein differenziertes Urteil formuliert.

Eigene Lehrernotizen

Modulabschluss · Lernstandscheck

Topografie

Staaten, Großlandschaften, Flüsse und Metropolen sicher lokalisieren.

Prozesse

Gebirgsbildung, Monsun und demografischen Wandel kausal erklären.

Methoden

Karten, Klimadiagramme, Pyramiden und Wanderungsmodelle kritisch nutzen.

Urteil

Naturraum, Demografie und Mobilität als verflochtene Entwicklungsfaktoren gewichten.

Modul 2 · Landwirtschaft und Wasser

Fünf Wochenbausteine mit Leitfragen, Verlaufsplänen, Arbeitsblättern, Erwartungshorizonten und fortlaufender Diagnose.

Modul 2 · Woche 6

1. Landwirtschaftliche Produktionssysteme

Wochenleitfrage: Wie prägen Naturraum, Besitzstrukturen und Marktintegration die Landwirtschaft Südasiens?

SubsistenzMarktorientierungLandbesitzProduktivität

Doppelstunde A · Vom Satellitenbild zum Nutzungssystem

Leitfrage: Warum unterscheiden sich landwirtschaftliche Räume trotz ähnlicher Klimabedingungen?

0–10
Bildimpuls: kleinparzellierte Felder und bewässerte Großflächen vergleichen.
10–30
Kriterienraster entwickeln: Betriebsgröße, Arbeit, Kapital, Absatz, Risiko.
30–65
Vier Kurzprofile (Reis-Kleinbetrieb, Punjab-Weizenbetrieb, Teeplantage, Milchwirtschaft) analysieren und typisieren.
65–80
Systemvergleich sichern; Grenzen eindeutiger Typisierung benennen.
80–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Doppelstunde B · Grüne Revolution – Erfolg mit Folgekosten?

Leitfrage: Hat die Grüne Revolution Ernährungssicherheit nachhaltig verbessert?

0–10
Vorwissen aktivieren: Ertragssteigerung – wodurch?
10–35
Materialtabelle zu Saatgut, Dünger, Bewässerung und Erträgen auswerten.
35–70
Wirkungsgefüge mit ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen erstellen.
70–82
Urteil auf Kriterienbasis formulieren.
82–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Einzelstunde · Transfer und Urteil

Leitfrage: Welche Landwirtschaft ist zukunftsfähig?

0–8
Zwei kontrastierende Betriebsstrategien lesen.
8–30
Kriteriengeleitete Empfehlung für eine Region verfassen.
30–40
Peer-Feedback mit Operatorencheck.
40–45
Geografisches Exit-Ticket: Formuliere eine Ursache, eine Folge und eine Bewertung. Ergänze einen Satz als Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Vermeide die Gleichsetzung kleinbäuerlich = rückständig. Produktionssysteme werden funktional und im jeweiligen Risikokontext beurteilt.

Arbeitsblatt M2.1 · Landwirtschaftliche Produktionssysteme

M1: Vier Betriebsprofile mit Angaben zu Fläche, Arbeitskräften, Bewässerung, Kapital und Absatz.

  1. Ordne jedes Profil einem Produktionssystem zu und belege die Zuordnung.
  2. Analysiere zwei zentrale Abhängigkeiten eines ausgewählten Betriebs.
  3. Beurteile, welche Kombination aus Produktivität, sozialer Sicherheit und Ressourcenschutz am tragfähigsten ist.

Erwartungshorizont

AFB I: sachgerechte Typisierung anhand mindestens dreier Merkmale.
AFB II: kausale Verknüpfung von Naturraum, Produktionsmitteln und Marktzugang.
AFB III: transparentes Urteil mit mindestens drei gewichteten Kriterien.
Diagnose: Gute Antworten verbinden Materialbeleg, Fachbegriff und kausale Erklärung. Bloße Aufzählungen bleiben unter dem LK-Niveau.
Modul 2 · Woche 7

2. Monsunabhängigkeit und Ernährungssicherung

Wochenleitfrage: Wie wird aus klimatischer Variabilität ein gesellschaftliches Ernährungsrisiko?

MonsunvariabilitätVulnerabilitätErnährungssicherungResilienz

Doppelstunde A · Regenzeit als Produktionsfaktor

Leitfrage: Wie wirkt ein verspäteter oder schwacher Monsun entlang einer Wirkungskette?

0–10
Zwei Niederschlagsverläufe vergleichen.
10–30
Anbaukalender mit Wasserbedarf von Reis und Weizen auswerten.
30–65
Wirkungskette von Niederschlag über Ertrag, Preise und Haushalte entwickeln.
65–80
Risikofaktoren nach Exposition, Sensitivität und Anpassung ordnen.
80–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Doppelstunde B · Ernährungssicherung

Leitfrage: Reicht eine hohe nationale Produktion aus, um Hunger zu vermeiden?

0–10
Provokation: „Volle Lager bedeuten volle Teller.“
10–35
Zugangsmodell: Verfügbarkeit, Zugang, Nutzung, Stabilität.
35–70
Fallvignetten verschiedener Haushalte analysieren.
70–82
These differenziert prüfen.
82–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Einzelstunde · Resilienz

Leitfrage: Welche Maßnahme senkt welches Risiko?

0–8
Maßnahmenkarten sortieren.
8–30
Portfolio für einen Distrikt begründen.
30–40
Zielkonflikt benennen.
40–45
Geografisches Exit-Ticket: Formuliere eine Ursache, eine Folge und eine Bewertung. Ergänze einen Satz als Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Hier wird Klimawandel nur als möglicher Verstärker eingeordnet; der Schwerpunkt liegt auf Variabilität, sozialer Verwundbarkeit und Anpassung.

Arbeitsblatt M2.2 · Monsunabhängigkeit und Ernährungssicherung

M1: vereinfachter Anbaukalender; M2: zwei Monsunjahre; M3: drei Haushaltsprofile.

  1. Beschreibe die Abweichungen der Monsunjahre.
  2. Analysiere die Folgen für einen ausgewählten Haushalt.
  3. Entwickle ein Maßnahmenpaket und begründe die Reihenfolge.

Erwartungshorizont

AFB I: zeitlich und quantitativ präzise Beschreibung.
AFB II: mehrstufige Wirkungskette einschließlich Preis- und Einkommenseffekten.
AFB III: passgenaues Maßnahmenportfolio mit Zielkonflikten.
Diagnose: Gute Antworten verbinden Materialbeleg, Fachbegriff und kausale Erklärung. Bloße Aufzählungen bleiben unter dem LK-Niveau.
Modul 2 · Woche 8

3. Wasser als Entwicklungsfaktor

Wochenleitfrage: Warum ist Wasserverfügbarkeit keine rein natürliche Größe?

WasserbilanzGrundwasserBewässerungvirtuelles Wasser

Doppelstunde A · Wasserangebot und Wassernachfrage

Leitfrage: Wo entsteht Wasserstress – und warum?

0–10
Karte von Niederschlag und Bewässerung kontrastieren.
10–30
Begriffe Wasserangebot, Entnahme, Verbrauch, saisonale Verfügbarkeit klären.
30–65
Regionale Wasserbilanzen aus vereinfachten Daten berechnen und interpretieren.
65–80
Natur- und humangeografische Ursachen gewichten.
80–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Doppelstunde B · Grundwasser als unsichtbare Reserve

Leitfrage: Ist intensive Grundwassernutzung Entwicklung oder Übernutzung?

0–10
Brunnenprofil als Impuls.
10–35
Akteursgruppen und Anreize analysieren.
35–70
Kausalschleife Energiepreis – Pumpen – Grundwasserspiegel – Kosten entwickeln.
70–82
Politikoptionen beurteilen.
82–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Einzelstunde · Virtuelles Wasser

Leitfrage: Exportiert Indien Wasser?

0–8
Produktkarten mit Wasserfußabdruck ordnen.
8–30
Argument zur Exportproduktion verfassen.
30–40
Begriffsgrenzen reflektieren.
40–45
Geografisches Exit-Ticket: Formuliere eine Ursache, eine Folge und eine Bewertung. Ergänze einen Satz als Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Die Zahlen sind didaktische Modelldaten und müssen in der Plattform klar als solche markiert bleiben. Später können geprüfte FAO-/Weltbankdaten ergänzt werden.

Arbeitsblatt M2.3 · Wasser als Entwicklungsfaktor

Datentabelle: drei Modellregionen mit Niederschlag, erneuerbarem Wasserangebot, Haushalts-, Industrie- und Bewässerungsentnahme.

  1. Berechne die Gesamtentnahme und den Anteil der Bewässerung.
  2. Analysiere den Wasserstress jeder Region.
  3. Beurteile, ob ein wasserintensives Exportprodukt dort sinnvoll ist.

Erwartungshorizont

Rechnung: Rechenweg, Einheit und Rundung nachvollziehbar.
Analyse: saisonale und sektorale Unterschiede berücksichtigt.
Urteil: ökonomische, soziale und ökologische Kriterien abgewogen.
Diagnose: Gute Antworten verbinden Materialbeleg, Fachbegriff und kausale Erklärung. Bloße Aufzählungen bleiben unter dem LK-Niveau.
Modul 2 · Woche 9

4. Nutzungskonflikte um Wasser

Wochenleitfrage: Wie können knappe Wasserressourcen zwischen ungleichen Akteuren gerecht verteilt werden?

StakeholderOberlieger/UnterliegerWasser-GovernanceKonfliktanalyse

Doppelstunde A · Konflikt im Flussgebiet

Leitfrage: Warum führt gemeinsame Abhängigkeit nicht automatisch zu Kooperation?

0–10
Skizze eines grenzüberschreitenden Flusssystems.
10–30
Akteure, Interessen, Machtmittel und Abhängigkeiten erfassen.
30–65
Konfliktmatrix erstellen und Eskalationstreiber identifizieren.
65–80
Konfliktkern in einem präzisen Satz formulieren.
80–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Doppelstunde B · Verhandlungssimulation

Leitfrage: Welche Regelung ist wirksam und fair?

0–10
Verhandlungsmandate verteilen.
10–35
Kriterien für eine Vereinbarung festlegen.
35–70
Moderierte Verhandlung: Mindestabfluss, Datenaustausch, Dürreklausel, Schlichtung.
70–82
Vereinbarung anhand der Kriterien prüfen.
82–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Einzelstunde · Meta-Reflexion

Leitfrage: Was macht Wasser-Governance tragfähig?

0–8
Ergebnisse vergleichen.
8–30
Fünf Gestaltungsprinzipien formulieren.
30–40
Transfer auf lokalen Nutzungskonflikt.
40–45
Geografisches Exit-Ticket: Formuliere eine Ursache, eine Folge und eine Bewertung. Ergänze einen Satz als Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Keine reale Konfliktlage vereinfachend nachspielen. Die Simulation nutzt ein modelliertes Flussgebiet; reale Beispiele dienen erst anschließend dem Vergleich.

Arbeitsblatt M2.4 · Nutzungskonflikte um Wasser

Rollen: Oberliegerstaat, Unterliegerregion, Landwirtschaft, Stadtwerk, Ökosystemvertretung.

  1. Formuliere drei priorisierte Interessen deiner Rolle.
  2. Entwickle zwei kompromissfähige und eine nicht verhandelbare Forderung.
  3. Bewerte die Vereinbarung nach Wirksamkeit, Gerechtigkeit und Kontrollierbarkeit.

Erwartungshorizont

Analyse: Interessen und Machtasymmetrien sauber getrennt.
Verhandlung: Forderungen fachlich begründet und kompromissfähig.
Bewertung: Kriterien explizit angewendet; Umsetzungsprobleme erkannt.
Diagnose: Gute Antworten verbinden Materialbeleg, Fachbegriff und kausale Erklärung. Bloße Aufzählungen bleiben unter dem LK-Niveau.
Modul 2 · Woche 10

5. Nachhaltiges Wassermanagement

Wochenleitfrage: Welche Kombination aus Technik, Regeln und Verhalten kann Wasserprobleme dauerhaft mindern?

EffizienzSuffizienzGovernanceNachhaltigkeitsdreieck

Doppelstunde A · Lösungsansätze prüfen

Leitfrage: Warum löst eine technisch effiziente Maßnahme nicht automatisch das Gesamtproblem?

0–10
Beispiel Tröpfchenbewässerung: erwartete Einsparung.
10–30
Rebound-Effekt anhand einer Flächenausweitung erklären.
30–65
Maßnahmenstationen: Technik, Preise, Rechte, Wiederverwendung, Anbauwechsel.
65–80
Stärken, Grenzen und Voraussetzungen sichern.
80–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Doppelstunde B · Strategie für eine Modellregion

Leitfrage: Wie entsteht aus Einzelmaßnahmen eine robuste Strategie?

0–10
Regionenprofil mit Zielkonflikten.
10–35
Bewertungskriterien operationalisieren.
35–70
Gruppen entwickeln gestuftes Maßnahmenpaket bis 2035.
70–82
Pitch und kritische Rückfragen.
82–90
3-2-1: 3 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These zur Leitfrage.

Einzelstunde · Modulabschluss

Leitfrage: Welche Aussage trägt über das gesamte Modul?

0–8
Begriffsnetz erstellen.
8–30
Mini-Schreibaufgabe: Wasser als Natur- und Gesellschaftsproblem.
30–40
Selbsteinschätzung zur Klausurreife.
40–45
Geografisches Exit-Ticket: Formuliere eine Ursache, eine Folge und eine Bewertung. Ergänze einen Satz als Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Nachhaltigkeit nicht als Liste „guter Maßnahmen“ behandeln. Entscheidend sind Kontext, Verteilungseffekte, institutionelle Umsetzung und mögliche Rebound-Effekte.

Arbeitsblatt M2.5 · Nachhaltiges Wassermanagement

Maßnahmenkarten: Tröpfchenbewässerung, Strompreisreform, Regenwasserspeicher, Abwasserwiederverwendung, Anbauwechsel, Entnahmerechte, Beratung.

  1. Bewerte jede Maßnahme nach Wirkung, Kosten, Verteilung und Umsetzbarkeit.
  2. Kombiniere mindestens vier Maßnahmen zu einer zeitlich gestuften Strategie.
  3. Erörtere einen zentralen Zielkonflikt.

Erwartungshorizont

Bewertung: Kriterien nachvollziehbar operationalisiert.
Strategie: Maßnahmen ergänzen sich; Reihenfolge und Zuständigkeit begründet.
Erörterung: Pro/Contra nicht additiv, sondern abgewogen mit Schlussurteil.
Diagnose: Gute Antworten verbinden Materialbeleg, Fachbegriff und kausale Erklärung. Bloße Aufzählungen bleiben unter dem LK-Niveau.

Modul 3 · Wirtschaft und Entwicklung

Vier Wochenbausteine im Rhythmus 90 + 90 + 45 Minuten. Schwerpunkt: Entwicklung messen, Strukturwandel, Globalisierung und regionale Disparitäten.

Modul 3 · Woche 11

Entwicklung messen

Wochenleitfrage: Wie lässt sich Entwicklung erfassen, ohne komplexe Lebenslagen auf eine Zahl zu reduzieren?

BNE/KopfHDIGiniMehrdimensionalität
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A · Indikatoren lesen: Was zeigt ein Entwicklungsindikator – und was verschweigt er?
  2. Doppelstunde B · HDI und Ungleichheit: Ist ein zusammengesetzter Index gerechter als ein Einzelindikator?
  3. Einzelstunde · Indikatorenset: Welche Kennzahlen braucht ein aussagekräftiges Entwicklungsprofil?
Doppelstunde A · Indikatoren lesen
Stundenleitfrage: Was zeigt ein Entwicklungsindikator – und was verschweigt er?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–15EinstiegKontrast zweier Staaten mit ähnlichem Einkommen, aber unterschiedlichen Sozialindikatoren.
15–40AnalyseBNE/Kopf, Lebenserwartung, Bildung und Urbanisierung auswerten.
40–70VergleichRangfolgen bilden und Widersprüche erklären.
70–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Doppelstunde B · HDI und Ungleichheit
Stundenleitfrage: Ist ein zusammengesetzter Index gerechter als ein Einzelindikator?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–20ModellklärungHDI-Komponenten und Normierung vereinfacht nachvollziehen.
20–55DatenarbeitModellwerte berechnen und Sensitivität prüfen.
55–80KritikDurchschnittswerte, Verteilung und regionale Unterschiede diskutieren.
80–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Einzelstunde · Indikatorenset
Stundenleitfrage: Welche Kennzahlen braucht ein aussagekräftiges Entwicklungsprofil?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–10AktivierungIndikatoren nach ökonomisch, sozial, ökologisch, politisch sortieren.
10–35EntwurfEigenes Set aus sechs Indikatoren begründen.
35–45Exit-TicketEine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Daten müssen mit Jahr, Einheit und Quelle dokumentiert werden. Für die Stunde können klar gekennzeichnete Modelldaten genutzt werden; reale Werte später aus Weltbank/UNDP aktualisieren.

Arbeitsblatt M3U1 · Entwicklung messen

M1: Modell-Datentabelle zu Indien, Sri Lanka, Bangladesch und Nepal.

  1. Beschreiben Sie zwei auffällige Rangfolgen.
  2. Analysieren Sie Widersprüche zwischen Einkommen und sozialen Indikatoren.
  3. Entwerfen und begründen Sie ein eigenes Indikatorenset.
Rückbezug: Formulieren Sie eine materialgestützte Antwort auf die Wochenleitfrage und kennzeichnen Sie eine Unsicherheit.

Erwartungshorizont

AFB I: Indikatoren korrekt beschreiben und vergleichen.
AFB II: Aussagekraft und Grenzen kausal erklären.
AFB III: Indikatorenset transparent gewichten und begründen.
Diagnose: Erwartet werden Materialbelege, passende Fachbegriffe, kausale Verknüpfungen und ein kriteriengeleitetes Urteil.
Modul 3 · Woche 12

Indien zwischen Wachstum und Strukturwandel

Wochenleitfrage: Wann wird Wirtschaftswachstum zu breitenwirksamer Entwicklung?

SektorenwandelBeschäftigunginformeller Sektorinklusive Entwicklung
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A · Sektoraler Wandel: Warum sinkt der Anteil der Landwirtschaft am BIP schneller als an der Beschäftigung?
  2. Doppelstunde B · Wachstum und Teilhabe: Wer profitiert vom Wachstum – und wer bleibt zurück?
  3. Einzelstunde · Politikinstrumente: Welche Maßnahme macht Wachstum inklusiver?
Doppelstunde A · Sektoraler Wandel
Stundenleitfrage: Warum sinkt der Anteil der Landwirtschaft am BIP schneller als an der Beschäftigung?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–15EinstiegZwei Strukturdiagramme BIP/Beschäftigung kontrastieren.
15–45AnalyseSektorenanteile und Produktivitätsunterschiede herausarbeiten.
45–75ErklärungStrukturwandel, Unterbeschäftigung und informelle Arbeit verknüpfen.
75–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Doppelstunde B · Wachstum und Teilhabe
Stundenleitfrage: Wer profitiert vom Wachstum – und wer bleibt zurück?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–20FallprofileVier Haushalte aus Stadt/Land und formell/informell vergleichen.
20–55WirkungsanalyseBildung, Infrastruktur, Geschlecht, Kaste und Region als Zugangsfaktoren prüfen.
55–80UrteilThese „Wachstum hebt alle Boote“ beurteilen.
80–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Einzelstunde · Politikinstrumente
Stundenleitfrage: Welche Maßnahme macht Wachstum inklusiver?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–10SortierungMaßnahmen nach Angebot, Nachfrage, Institutionen ordnen.
10–35PriorisierungDrei Maßnahmen auswählen und Zielgruppen benennen.
35–45Exit-TicketEine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Wachstum nicht pauschal positiv oder negativ bewerten. Entscheidend ist die Unterscheidung von Produktion, Beschäftigung, Einkommen, Teilhabe und räumlicher Verteilung.

Arbeitsblatt M3U2 · Indien zwischen Wachstum und Strukturwandel

M1: Modellwerte zu BIP- und Beschäftigungsanteilen; M2: vier Haushaltsprofile.

  1. Analysieren Sie die Abweichung zwischen BIP- und Beschäftigungsstruktur.
  2. Erläutern Sie zwei Hemmnisse breitenwirksamer Entwicklung.
  3. Beurteilen Sie ein Maßnahmenpaket nach Wirksamkeit und Gerechtigkeit.
Rückbezug: Formulieren Sie eine materialgestützte Antwort auf die Wochenleitfrage und kennzeichnen Sie eine Unsicherheit.

Erwartungshorizont

Analyse: sektorale Verschiebungen und Produktivitätsunterschiede präzise verknüpft.
Erklärung: Zugangschancen, informelle Arbeit und regionale Disparitäten einbezogen.
Urteil: Kriterien Wirksamkeit, Reichweite, Kosten und Umsetzbarkeit angewendet.
Diagnose: Erwartet werden Materialbelege, passende Fachbegriffe, kausale Verknüpfungen und ein kriteriengeleitetes Urteil.
Modul 3 · Woche 13

Bangalore: IT-Standort im globalen Netzwerk

Wochenleitfrage: Wie entsteht ein global wettbewerbsfähiger Standort – und welche lokalen Folgen hat er?

ClusterOutsourcingFDIglobale Wertschöpfung
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A · Standortfaktoren: Warum konzentriert sich wissensintensive Wirtschaft in Bangalore?
  2. Doppelstunde B · Gewinner und Verlierer: Ist Bangalore ein Motor regionaler Entwicklung oder eine Wachstumsinsel?
  3. Einzelstunde · Wertschöpfungsketten: Welche Position in einer globalen Wertschöpfungskette schafft langfristige Entwicklung?
Doppelstunde A · Standortfaktoren
Stundenleitfrage: Warum konzentriert sich wissensintensive Wirtschaft in Bangalore?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–15EinstiegStandortfoto und Firmenkarte als Hypothesenimpuls.
15–45Analyseharte und weiche Standortfaktoren gewichten.
45–75ClusterlogikUnternehmen, Hochschulen, Arbeitskräfte, Kapital und Netzwerke verknüpfen.
75–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Doppelstunde B · Gewinner und Verlierer
Stundenleitfrage: Ist Bangalore ein Motor regionaler Entwicklung oder eine Wachstumsinsel?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–20MaterialanalyseLöhne, Mieten, Verkehr, Beschäftigung und Flächennutzung vergleichen.
20–55AkteursperspektivenIT-Beschäftigte, informelle Dienstleister, Verwaltung, Anwohner analysieren.
55–80UrteilWachstumsinsel-These kriteriengeleitet beurteilen.
80–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Einzelstunde · Wertschöpfungsketten
Stundenleitfrage: Welche Position in einer globalen Wertschöpfungskette schafft langfristige Entwicklung?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–10ModellKette von standardisierten Diensten bis Forschung ordnen.
10–35StrategieUpgrading-Strategie formulieren.
35–45Exit-TicketEine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Das Fallbeispiel darf nicht zur Erfolgsgeschichte verkürzt werden. Infrastrukturbelastung, Segregation und selektive Beschäftigungschancen gehören zwingend dazu.

Arbeitsblatt M3U3 · Bangalore: IT-Standort im globalen Netzwerk

M1: Standortfaktorenkarten; M2: Akteursprofile; M3: vereinfachte IT-Wertschöpfungskette.

  1. Gewichten Sie sechs Standortfaktoren.
  2. Analysieren Sie zwei positive und zwei negative lokale Wirkungen.
  3. Beurteilen Sie die These „Bangalore ist ein Entwicklungsmodell für ganz Indien“.
Rückbezug: Formulieren Sie eine materialgestützte Antwort auf die Wochenleitfrage und kennzeichnen Sie eine Unsicherheit.

Erwartungshorizont

Standortanalyse: Faktoren gewichtet statt nur aufgezählt.
Folgenanalyse: lokale und globale Maßstabsebene verbunden.
Urteil: Übertragbarkeit, Reichweite und Verteilungseffekte reflektiert.
Diagnose: Erwartet werden Materialbelege, passende Fachbegriffe, kausale Verknüpfungen und ein kriteriengeleitetes Urteil.
Modul 3 · Woche 14

Regionale Disparitäten und inklusive Entwicklung

Wochenleitfrage: Warum führt nationales Wachstum nicht automatisch zu räumlicher Angleichung?

Zentrum–PeripherieGiniBundesstaatenräumliche Gerechtigkeit
Leitfragen der drei Stunden
  1. Doppelstunde A · Disparitäten kartieren: Welche räumlichen Muster wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung sind erkennbar?
  2. Doppelstunde B · Ausgleichspolitik: Soll Politik Wachstumspole stärken oder benachteiligte Räume direkt fördern?
  3. Einzelstunde · Modulsynthese: Inwiefern ist Indien Gewinner der Globalisierung?
Doppelstunde A · Disparitäten kartieren
Stundenleitfrage: Welche räumlichen Muster wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung sind erkennbar?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–15EinstiegChoroplethenkarten zu Einkommen, Bildung und Gesundheit vergleichen.
15–50KartenanalyseMuster, Ausnahmen und Maßstabsprobleme beschreiben.
50–75ErklärungInfrastruktur, Agglomeration, Politik und historische Pfade verknüpfen.
75–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Doppelstunde B · Ausgleichspolitik
Stundenleitfrage: Soll Politik Wachstumspole stärken oder benachteiligte Räume direkt fördern?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–20PositionenZwei Entwicklungsstrategien herausarbeiten.
20–55DebatteWachstumspol versus Ausgleich nach Kriterien prüfen.
55–80SyntheseMehrstufige Regionalstrategie entwickeln.
80–903-2-13 Erkenntnisse, 2 offene Fragen, 1 begründete These.
Einzelstunde · Modulsynthese
Stundenleitfrage: Inwiefern ist Indien Gewinner der Globalisierung?
ZeitPhaseArbeitsprozess / Ergebnis
0–10BegriffsnetzIndikatoren, Strukturwandel, Bangalore, Disparitäten verbinden.
10–35SchreibaufgabeKriteriengeleitetes Kurzurteil verfassen.
35–45Exit-TicketEine Ursache, eine Folge, eine Bewertung und Antwort auf die Wochenleitfrage.
Lehrerhinweis: Bei der Kartenauswertung auf den ökologischen Fehlschluss hinweisen: Durchschnittswerte eines Bundesstaats sagen nichts über jede Person oder jeden Teilraum aus.

Arbeitsblatt M3U4 · Regionale Disparitäten und inklusive Entwicklung

M1: drei Modellkarten zu Einkommen, Bildung und Gesundheit; M2: zwei Strategiepositionen.

  1. Beschreiben Sie die räumlichen Muster und mindestens eine Ausnahme.
  2. Erklären Sie die Disparitäten mithilfe eines Wirkungsgefüges.
  3. Erörtern Sie Wachstumspol- und Ausgleichsstrategie.
Rückbezug: Formulieren Sie eine materialgestützte Antwort auf die Wochenleitfrage und kennzeichnen Sie eine Unsicherheit.

Erwartungshorizont

Kartenanalyse: räumliche Muster mit Legende, Maßstab und Ausnahmen belegt.
Erklärung: zirkuläre Verstärkung, Infrastruktur und politische Steuerung verbunden.
Erörterung: Alternativen abgewogen und kombiniertes Schlussurteil entwickelt.
Diagnose: Erwartet werden Materialbelege, passende Fachbegriffe, kausale Verknüpfungen und ein kriteriengeleitetes Urteil.

Materialpool

Eigene Einträge werden ausschließlich lokal im Browser gespeichert. Keine fremden Schulbuchscans hochladen oder einbetten.

Material erfassen

Noch keine eigenen Materialeinträge. Die vorbereiteten Hinweise bleiben in den Unterrichtseinheiten erhalten.

Leistung, Diagnose und drei Klausurvarianten

Klausurfenster: voraussichtlich Mitte November bis Anfang Dezember. Die Varianten setzen unterschiedliche Schwerpunkte und können als Hauptklausur, Ersatzklausur oder Probeklausur genutzt werden.

Variante A

Naturraum, Landwirtschaft und Wasser

Leitfrage: Wie beeinflussen naturräumliche Voraussetzungen und gesellschaftliche Entscheidungen die Ernährungssicherung?

  1. Beschreiben: räumliches Muster einer Karte bzw. eines Diagramms.
  2. Analysieren: Wirkungskette Monsun – Landwirtschaft – Wasser – Haushalte.
  3. Beurteilen: Maßnahmenpaket zur resilienten Landwirtschaft.

Materialtypen: Karte, Niederschlags-/Ertragsdiagramm, Haushaltsprofile, Maßnahmenübersicht.

Gewichtung: 20 % / 45 % / 35 %.

Variante B

Indien als Gewinner der Globalisierung?

Leitfrage: Inwiefern schafft wirtschaftlicher Strukturwandel breitenwirksame Entwicklung?

  1. Analysieren: Indikatoren und sektoralen Wandel.
  2. Erläutern: Standortentwicklung eines Dienstleistungsclusters.
  3. Bewerten: Gewinner-/Verlierer-These unter Einbezug regionaler Disparitäten.

Materialtypen: Weltbankindikatoren, Strukturdiagramm, Standortkarte, kurzer Fachtext.

Gewichtung: 30 % / 35 % / 35 %.

Variante C

Nachhaltige Entwicklung in Stadt und Tourismus

Leitfrage: Wie tragfähig sind Anpassungsstrategien in hoch vulnerablen Räumen?

  1. Analysieren: Stadt- oder Inselraum anhand mehrerer Materialien.
  2. Bewerten: konkrete Anpassungsstrategie.
  3. Erörtern: Entwicklungschancen und Abhängigkeiten.

Materialtypen: Satellitenbild, Tourismus-/Stadtdaten, Maßnahmenplan, Akteurspositionen.

Gewichtung: 30 % / 30 % / 40 %.

Verbindliche kontinuierliche Lernstandsüberprüfung

Nach jeder Doppelstunde: 3-2-1

  • 3 fachlich zentrale Erkenntnisse
  • 2 offene oder weiterführende Fragen
  • 1 begründete These als Antwort auf die Leitfrage

Nutzung: anonymes Einsammeln, Partnerabgleich oder digitale/analoge Stichprobe. Nicht jede Abgabe wird benotet.

Am Ende jeder Woche: Geografisches Exit-Ticket

  • eine Ursache
  • eine Folge
  • eine kriteriengestützte Bewertung
  • ein abschließender Satz zur Wochenleitfrage

Die Lehrkraft markiert typische Fehlvorstellungen und plant daraus den Einstieg der Folgewoche.

Bewertungsgrundsätze für Klausuren

  • Materialbezug muss sichtbar sein; bloßes reproduziertes Wissen reicht nicht.
  • AFB III verlangt explizite Kriterien und ein begründetes Schlussurteil.
  • Fachsprache, räumliche Einordnung und kausale Verknüpfung werden durchgängig berücksichtigt.
  • Konkrete Punkteverteilung wird erst nach Auswahl und Prüfung der finalen Materialien festgelegt.

Operatoren

Technische Grundstruktur; Beispiele und Musterlösungen werden später systematisch ergänzt.

AFB IAFB IIAFB III
beschreiben
darstellen
lokalisieren
nennen
analysieren
erklären
erläutern
vergleichen
beurteilen
bewerten
erörtern
Stellung nehmen
Die verbindlichen Definitionen werden vor der Veröffentlichung mit der aktuell geltenden niedersächsischen Operatorenliste abgeglichen.

Glossar

Monsun

Jahreszeitlich wechselndes Windsystem, dessen Ausprägung in Südasien wesentlich durch unterschiedliche Erwärmung von Land und Meer sowie die Verlagerung großräumiger Druck- und Konvergenzzonen bestimmt wird.

M1 · Naturraum
Vulnerabilität

Verwundbarkeit von Menschen, Infrastrukturen oder Räumen gegenüber Gefährdungen; sie hängt unter anderem von Exposition, Sensitivität und Bewältigungsfähigkeit ab.

Querschnitt
Metropolisierung

Konzentration von Bevölkerung, Funktionen, Kapital und Entscheidungsmacht in großen Stadtregionen.

M4 · Stadt
Grüne Revolution

Steigerung landwirtschaftlicher Erträge durch Hochertragssorten, Bewässerung, Düngemittel, Pflanzenschutz und veränderte Produktionsverfahren; mit räumlich und sozial ungleichen Folgen.

M2 · Landwirtschaft
Disparität

Ungleichheit zwischen Räumen oder Bevölkerungsgruppen, beispielsweise bei Einkommen, Bildung, Infrastruktur oder Teilhabe.

Querschnitt

Einstellungen, Sicherung und Versionsverlauf

Version 4.0: Modul 2 vollständig auf Stufe B, drei Klausurvarianten und verbindliches 3-2-1-/Exit-Ticket-System.

Datensicherung

Exportiert Fortschritt, Notizen, Wochenstatus, Materialpool und Qualitätsprüfungen als JSON-Datei. Die Datei enthält keine Plattformtexte und keine Schülerdaten.

Technischer Zustand

  • statische, portable Website
  • keine externen JavaScript-Bibliotheken
  • keine Analyse- oder Werbetracker
  • lokale Speicherung per Browser
  • offline-fähige Grundstruktur durch Service Worker

Versionsverlauf 0.6–2.0

0.6Wochenstatus, Prioritäten, dynamisches Dashboard
0.7konsolidierte Semester- und Modularchitektur
0.8durchsuchbarer, lokal editierbarer Materialpool
0.9Export/Import, Offline-Grundstruktur, globale Suche
1.0Qualitätsprüfung, mobile Bedienung, konsolidierte Veröffentlichung
1.6Unterrichtseinheiten als eigener Arbeitsbereich mit Navigation, Druck und Notizen
1.7Modul 1 mit fünf vollständigen Wochenbausteinen, Arbeitsblättern und Erwartungshorizonten
2.0Modul 1 auf Stufe B: verbindliches Leitfragensystem, vollständige Stundenlogik, selbst erstellte Materialpakete, Arbeitsblätter und Bewertungsraster

Canvas-Notiz

Quellen, Lizenzen und Datenschutz

Quellenbasis Modul 1

Curriculare Orientierung: Kerncurriculum Erdkunde Sek II Niedersachsen. Kartenbasis: Natural Earth (Public Domain). Aktuelle demografische und urbane Datensätze: World Bank Data und UN Population Division. Die in den Arbeitsblättern enthaltenen Sachtexte, Fallvignetten, Tabellen und Aufgaben sind für diese Plattform neu erstellt.

Jede externe Quelle wird einzeln geprüft. Die Nennung in einem Verlagsheft ist kein Qualitäts- oder Lizenznachweis.

PrimärdatenWeltbank, UN, FAO, nationale StatistikämterDatensatz einzeln prüfen
KartenbasisNatural Earth, OpenStreetMapAttribution/Lizenz dokumentieren
Fachinstitutionenz. B. ICIMOD, Forschungsinstitute, BehördenAktualität und Autorität prüfen
QuelleGeeignete NutzungVorgehen in der Plattform
Eigene Texte und AufgabenbevorzugtAutorenschaft und Versionsdatum intern dokumentieren.
Natural EarthKartenbasis geeignetQuelle freiwillig transparent nennen; einzelne Datensätze vor Verwendung nochmals prüfen.
Weltbank Open DataDatensätze geeignetIndikator, Abrufdatum und geforderte Attribution angeben; keine Logos als vermeintliche Empfehlung nutzen.
UN/UNData/FAOLizenz je Angebot prüfenNicht pauschal übernehmen; Nutzungsbedingungen des konkreten Datensatzes dokumentieren.
OpenStreetMapmit Attribution© OpenStreetMap-Mitwirkende und jeweilige Lizenzhinweise sichtbar angeben.
Schulbücher, Diercke, Pressebilder, Statistanicht frei übernehmenNur im zulässigen Rahmen, mit eigener Lizenz oder als externer Link; keine Scans in die Plattform einbauen.

Datenschutz-Grundregeln

  • keine Schülernamen, Noten oder individuellen Lernprofile
  • keine Analyse-, Werbe- oder Social-Media-Tracker
  • keine extern eingebetteten Inhalte ohne Prüfung
  • Lehrer-Notizen nur anonymisiert
  • später echter Zugangsschutz statt bloß unbekannter URL

Technische Unabhängigkeit

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Dies ist eine praktische Projektregelung, keine individuelle Rechtsberatung. Vor einer Veröffentlichung mit fremden Materialien oder personenbezogenen Daten muss die konkrete Nutzung erneut geprüft werden.

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